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VIGATA Hôtel-Restaurant

VIGATA Hôtel-Restaurant

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Rue de Clendy 25, 1400 Yverdon-les-Bains, Schweiz
Restaurant Unterkunft
9.2 (202 Bewertungen)

Das VIGATA Hôtel-Restaurant an der Rue de Clendy 25 in Yverdon-les-Bains positioniert sich als ein facettenreiches Etablissement, das unter einem Dach eine gehobene italienische Küche, eine Weinbar und Hotelzimmer vereint. Die Erfahrungen der Gäste zeichnen jedoch ein äusserst gespaltenes Bild, das von erstklassigen kulinarischen Erlebnissen bis hin zu tiefgreifenden Enttäuschungen in Service und Unterkunft reicht. Potenzielle Kunden finden hier eine detaillierte Analyse der Stärken und Schwächen, basierend auf einer Vielzahl von Rückmeldungen und verfügbaren Informationen.

Das kulinarische Angebot: Zwischen Genuss und Frustration

Im Zentrum des Lobs steht unbestreitbar das Restaurant. Einige Gäste beschreiben die Küche als „erstklassig“ und heben die kreative, hochstehende italienische Kochkunst hervor. Begriffe wie „lange nicht mehr so gut gegessen“ deuten auf ein Potenzial für ein echtes Gourmet-Erlebnis hin. Die offizielle Speisekarte unterstützt diesen Eindruck mit Gerichten wie „Gambas rôties et fondue de poireaux safranée“, „Spaghetti au pesto de pistaches et stracciatella di burrata“ oder „Risotto aux chanterelles“. Diese Kreationen versprechen Finesse und die Verwendung frischer, hochwertiger frische Zutaten. Auch die Kompetenz des Personals bei Weinempfehlungen wird in positiven Bewertungen erwähnt, was das kulinarische Gesamtbild abrunden soll.

Allerdings steht diesem positiven Bild eine Reihe von gravierenden Mängeln gegenüber, die andere Gäste erfahren haben. Ein zentraler Kritikpunkt ist der Service, der als extrem langsam beschrieben wird. Dies kann besonders für Familien mit Kindern oder Gäste, die ein zügiges Abendessen wünschen, problematisch sein. Konkrete Vorfälle, wie das gleichzeitige Servieren von zwei Vorspeisen, fehlendes Brot oder eine nicht wie auf der Speisekarte angegebene Jus zum Rindsfilet, die auch auf Nachfrage nicht nachgereicht wurde, trüben das Erlebnis erheblich. Ein besonders befremdlicher Vorfall war die Aussage eines Kellners, ein Dessert nicht servieren zu können, um sich nicht mit den Köchen anzulegen. Solche internen Unstimmigkeiten sollten niemals den Gast erreichen und werfen Fragen bezüglich der Professionalität und Organisation der Küche auf.

Qualitätsschwankungen bei den Speisen

Noch schwerwiegender sind die Berichte über die Qualität der Speisen selbst. Während die einen von frischer und liebevoller Zubereitung schwärmen, klagen andere, das Essen sei lediglich aufgewärmt und nicht frisch gewesen, was in einem Fall sogar zu nächtlichen Bauchschmerzen führte. Auch das Frühstück, das extra kostet, stösst auf Kritik: Einige Zutaten seien abgelaufen gewesen und die Croissants nur aufgebackene Fertigware aus der Packung. Diese extremen Widersprüche deuten auf eine erhebliche Inkonsistenz in der Küchenleistung hin. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird dadurch stark infrage gestellt, insbesondere da das Restaurant von manchen als „sehr teuer“ empfunden wird.

Die Unterkunft: Moderne Zimmer mit erheblichen Mängeln

Das VIGATA ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch ein Hotel mit laut eigener Aussage 12 geschmackvoll eingerichteten Suiten, die alle über eine voll ausgestattete Küche verfügen. Die Zimmer werden von Gästen als geräumig und modern beschrieben. Doch auch hier klafft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wie aus detaillierten negativen Bewertungen hervorgeht.

Gemeldete Probleme im Detail:

  • Sauberkeit und Wartung: Es gibt Berichte über mangelnde Sauberkeit, wie zum Beispiel im Zimmer zurückgelassener Abfall von Vormietern. Technische Defekte wie ein nicht ablaufender Duschabfluss oder ein extrem lauter, defekter Kühlschrank, der nachts ausgestellt werden musste, beeinträchtigen den Komfort erheblich. Eine Gästin berichtete zudem von einer Kloakengeruch im Badezimmer.
  • Ausstattung und Komfort: Das Fehlen einer Klimaanlage wurde bemängelt. Ein besonders gravierender Punkt ist die Beschreibung eines Doppelzimmers, das sich als Zimmer mit einem nur 1,80 Meter langen Bettsofa entpuppte – für viele Paare oder grössere Personen inakzeptabel.
  • Lärmbelästigung: Gäste berichten von Lärm aus dem Innenhof des Restaurants, der bis in die Zimmer dringt. Schwerwiegender sind Klagen über nächtliche Ruhestörungen aus einem Nachbargebäude, die als unseriös und extrem laut beschrieben wurden und den Schlaf raubten.
  • Sonderfall Fahrradunterbringung: Für Radreisende relevant ist die Beschreibung der Fahrradaufbewahrung: ein heisser, öliger Container mit Scherben am Boden und „ätzenden Behältern“, der mehr Risiko als Sicherheit bot.

Service und Ambiente: Ein Ort der Gegensätze

Das Ambiente und die Servicekultur im VIGATA scheinen so polarisierend zu sein wie die Küche. Auf der einen Seite wird das Personal als „sehr freundlich“, „hilfsbereit“ und kompetent beschrieben. Auf der anderen Seite stehen schwere Vorwürfe: Mitarbeiter werden als „skurril“ und „unaufrichtig“ bezeichnet. Ein Gast fühlte sich in einem „zwielichtigen Umfeld“ und kritisierte scharf, dass ohne Zustimmung eine Kopie seines Passes angefertigt wurde – eine rechtlich bedenkliche Praxis. Ein weiterer Vorfall, bei dem ein bereits gebuchtes und bezahltes Frühstück mitten in der Nacht storniert und das Geld zurückerstattet wurde, zeugt von organisatorischem Chaos oder mangelnder Kundenorientierung.

Diese widersprüchlichen Schilderungen machen es für potenzielle Kunden schwierig, ein klares Bild zu gewinnen. Es scheint, dass das Erlebnis im VIGATA stark von der Tagesform des Personals, der Küchenbrigade und möglicherweise auch vom gebuchten Zimmer abhängt. Während einige Gäste ein wunderbares kulinarisches Erlebnis in einem stilvollen Rahmen geniessen, sehen sich andere mit grundlegenden Mängeln in Service, Hygiene und Hotellerie konfrontiert.

Zusammenfassende Betrachtung

Das VIGATA Hôtel-Restaurant in Yverdon-les-Bains ist ein Ort mit zwei Gesichtern. Es besitzt das Potenzial, mit seiner kreativen italienische Küche und dem modernen Design zu begeistern. Die positiven Bewertungen und die ansprechende Speisekarte locken Gäste an, die ein besonderes Abendessen suchen. Jedoch ist das Risiko einer enttäuschenden Erfahrung aufgrund der dokumentierten, gravierenden Mängel in puncto Service, Konsistenz der Speisenqualität und Zustand der Hotelzimmer nicht zu unterschätzen. Wer einen Besuch in Erwägung zieht, sollte sich dieser Diskrepanz bewusst sein. Die breiten Öffnungszeiten von 7:00 bis 23:30 Uhr an sieben Tagen die Woche und der rollstuhlgerechte Zugang sind zwar praktische Pluspunkte, können aber die fundamentalen Schwächen, die von zahlreichen Gästen berichtet wurden, nicht vollständig aufwiegen.

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