Thach
ZurückAn der Magnihalden 1 in St. Gallen befindet sich das Restaurant Thach, ein Lokal, das sich vor allem durch ein Merkmal von vielen anderen abhebt: sein sehr preisgünstiges asiatisches Buffet. Es positioniert sich als eine Anlaufstelle für Gäste, die eine umfangreiche Mahlzeit zu einem niedrigen Preis suchen. Die Meinungen über das Thach sind jedoch stark polarisiert, und es zeichnet sich ein Bild eines Betriebs mit klaren Stärken, aber auch erheblichen Schwächen, die potenzielle Kunden kennen sollten.
Das Kernangebot: Buffet à discrétion
Der zentrale Anziehungspunkt des Thach ist unbestreitbar das All-you-can-eat-Buffet. Für einen Pauschalpreis, der von Gästen als äusserst fair beschrieben wird (beispielsweise wurden 21.50 Fr. genannt), kann man sich so oft bedienen, wie man möchte. Dieses Konzept spricht naturgemäss eine breite Zielgruppe an, von Studenten bis zu preisbewussten Arbeitnehmern in der Mittagspause. Die Auswahl am Buffet wird von vielen als ausreichend und abwechslungsreich gelobt. Gäste berichten von verschiedenen Speisen, die unterschiedliche Geschmacksrichtungen abdecken und insgesamt als "sehr lecker" empfunden werden. Wer also auf der Suche nach günstigem Essen in grosser Menge ist, findet hier eine passende Option. Allerdings gibt es auch kritische Anmerkungen zur Zusammenstellung des Buffets. So wurde angemerkt, dass ein grosser Teil der angebotenen Speisen frittiert ist, was nicht jedermanns Geschmack trifft und eine ausgewogene asiatische Küche vermissen lässt.
Preis-Leistung und Ambiente
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist die am häufigsten genannte Stärke des Thach. In einer Stadt wie St. Gallen, wo auswärts essen schnell teuer werden kann, stellt das Buffet eine willkommene Ausnahme dar. Das Lokal selbst wird als klein und oft gut besucht beschrieben, was auf eine gewisse Beliebtheit hindeutet. Einige Gäste heben die Einrichtung als "sehr authentisch" hervor, was zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen kann. Andererseits gibt es auch hier Kritikpunkte. Die räumliche Enge wird bemängelt, insbesondere Tische in der Nähe des Eingangs und des Durchgangs zu den Toiletten im ersten Stock werden als ungünstig platziert beschrieben. Dies kann das Esserlebnis für manche Besucher schmälern, wenn ständig Betrieb herrscht.
Gravierende Kritikpunkte: Hygiene und Service
Trotz des attraktiven Preises gibt es eine Reihe von schwerwiegenden Vorwürfen, die von mehreren Kunden geäussert wurden und ein negatives Licht auf das Restaurant werfen. Ein wiederkehrendes Thema ist die Sauberkeit. In den Bewertungen ist von unsauberen Böden und einem Buffet die Rede, an dem Verschmutzungen durch Gäste nicht immer zeitnah beseitigt werden. Ein Gast beschreibt das Lokal als "Imbiss mit Einsicht in jeden Bereich", was darauf hindeutet, dass die offene Gestaltung auch Mängel sichtbar macht, die in anderen Restaurants vielleicht verborgen blieben.
Vorwürfe bezüglich Lebensmittelqualität und -sicherheit
Die schwerwiegendste Kritik geht jedoch weit über die Sauberkeit hinaus. Ein äusserst unzufriedener Kunde berichtet von einer Erfahrung, die ihn dazu veranlasste, eine offizielle Meldung beim kantonalen Lebensmittelinspektorat St. Gallen einzureichen. Er beschreibt die Speisen als "lauwarm", "alt" und "ungeniessbar" und bezeichnet das Angebot als "gesundheitsgefährdend". Seiner Meinung nach haben die Gerichte nichts mit authentischer vietnamesischer Küche zu tun. Diese Bewertung steht im krassen Gegensatz zu den vielen positiven Stimmen, zeichnet aber ein alarmierendes Bild. Ein anderer Gast bemängelte, dass die Gerichte am Buffet nicht beschriftet seien, sodass man nicht wisse, um welches Fleisch es sich handelt oder ob eine Speise scharf ist. Er empfand die Currysauce und das Fleisch als geschmacklos und den Preis von fast 30 CHF dafür als "Frechheit".
Probleme im Service und bei der Abrechnung
Auch der Service ist ein Punkt, der gemischte Reaktionen hervorruft. Während einige von einem freundlichen älteren Herrn berichten, der die Gäste begrüsst, empfinden andere den Service als verbesserungswürdig oder gar nicht aufmerksam. Ein besonders negatives Erlebnis schildert ein Kunde im Zusammenhang mit einer Take-Away-Bestellung. Der Mittagstisch zum Mitnehmen kostete 15 Fr., doch ihm wurden 16.50 Fr. berechnet. Er behauptet, die Mitarbeiterin habe am Kartenterminal eigenmächtig die Option für 10 % Trinkgeld ausgewählt, bevor sie ihm das Gerät zur Bestätigung reichte. Obwohl er ohnehin ein Trinkgeld gegeben hätte, empfand er dieses Vorgehen als dreist und als Grund, das Lokal zukünftig zu meiden. Solche Vorfälle, auch wenn es sich um Einzelfälle handeln mag, können das Vertrauen der Kunden nachhaltig erschüttern.
Ein gespaltenes Gesamtbild
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thach ein Restaurant der Extreme ist. Es bietet ein unschlagbar günstiges All-you-can-eat-Buffet, das viele Gäste satt und zufrieden stellt. Wer primär auf den Preis und die Menge achtet und bereit ist, bei Ambiente und Service Kompromisse einzugehen, könnte hier eine passende Mahlzeit finden. Die angebotenen vegetarischen Optionen sowie der Ausschank von Bier und Wein runden das Angebot ab.
Andererseits können die schwerwiegenden Vorwürfe bezüglich Hygiene, Lebensmittelqualität und unseriöser Abrechnungspraktiken nicht ignoriert werden. Die extrem negativen Bewertungen, inklusive der angedrohten Meldung an die Behörden, deuten auf ernsthafte Mängel hin, die für gesundheits- und qualitätsbewusste Kunden ein Ausschlusskriterium sein dürften. Das Thach scheint ein Lokal zu sein, das man entweder für sein unkompliziertes und günstiges Angebot schätzt oder aufgrund erheblicher Bedenken meidet. Eine Entscheidung für oder gegen einen Besuch hängt stark von den persönlichen Prioritäten und der eigenen Risikobereitschaft ab.