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Rooftop Igloo

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Kornhausstrasse 3, 3013 Bern, Schweiz
Restaurant
8.8 (164 Bewertungen)

Auf der Dachterrasse des Kursaal Bern existierte für einige Wintersaisons ein gastronomisches Konzept, das in der Stadt seinesgleichen suchte: das Rooftop Igloo. Diese temporäre Installation bot Gästen die Möglichkeit, in transparenten, beheizten Iglus zu dinieren, geschützt vor der winterlichen Kälte, aber mit einem unvergleichlichen Panoramablick über die Dächer der Berner Altstadt, das Münster und die schneebedeckten Alpen am Horizont. Obwohl dieses Restaurant in Bern mittlerweile als dauerhaft geschlossen markiert ist, bleibt die Erinnerung an ein ebenso ambitioniertes wie polarisierendes kulinarisches Erlebnis.

Einzigartiges Ambiente mit spektakulärer Aussicht

Der unbestrittene Hauptanziehungspunkt des Rooftop Igloo war seine außergewöhnliche Lage. Hoch über der Stadt bot sich den Gästen eine atemberaubende Kulisse, die besonders in den Abendstunden, wenn die Lichter Berns zu funkeln begannen, eine fast magische Atmosphäre schuf. Die Iglus selbst waren stilvoll und gemütlich eingerichtet, oft mit Fellen, Decken und einer stimmungsvollen Beleuchtung, die ein Gefühl von Exklusivität und Intimität vermittelte. Ehemalige Besucher schwärmen von einem „außergewöhnlichen Erlebnis“ und einer „einzigartigen Location“. Die Kombination aus modernem Design, der heimeligen Iglu-Atmosphäre und dem urbanen Panorama machte einen Abend hier zu etwas Besonderem, ideal für Feiern oder ein unvergessliches Essen gehen in Bern.

Ein dynamisches und hochwertiges Speisekonzept

Kulinarisch zeigte sich das Rooftop Igloo wandlungsfähig und innovativ. Anstatt sich auf ein einziges Menü festzulegen, wechselte das Konzept über die Jahre. Während in manchen Saisons klassische Schweizer Gerichte wie Fondue oder Raclette im Mittelpunkt standen, überraschte man die Gäste zuletzt mit einem anspruchsvollen japanischen Ramen- und Hotpot-Menü. Dieser Mut zur Veränderung wurde von vielen Gästen geschätzt, da es zeigte, dass die Betreiber bestrebt waren, mehr als nur die Aussicht zu bieten. Die Qualität der Speisen wird in den meisten Rückmeldungen als hervorragend beschrieben. Die Zutaten seien frisch und von höchster Qualität gewesen, die Gerichte kreativ und geschmacklich ein Genuss. Das Ramen-Konzept beispielsweise umfasste eine reiche Auswahl an Beilagen wie Fleisch, Tofu, Garnelen und verschiedenes Gemüse, sodass jeder Gast seine Suppe individuell zusammenstellen konnte. Auch Details wie das Angebot an alkoholfreiem Wein fanden positiven Anklang und zeugten von einem durchdachten Gourmet-Erlebnis.

Kritikpunkte: Service und operative Mängel trüben das Gesamtbild

Trotz der vielen positiven Aspekte war das Erlebnis im Rooftop Igloo nicht frei von Mängeln, die vor allem im Bereich des Service und der Organisation lagen. Einige Gäste, die hohe Erwartungen an ein Restaurant dieser Preisklasse und in Verbindung mit dem renommierten Kursaal hatten, zeigten sich enttäuscht. Eine detaillierte Restaurantbewertung berichtet von einem Service, der sich wie eine „Abfertigung“ anfühlte. Gänge seien fast gleichzeitig serviert worden, ohne die notwendigen Pausen, die ein entspanntes Abendessen ausmachen. Wünsche mussten demnach mehrfach geäußert werden, bis sie erfüllt wurden. Solche Schwächen im Service stehen im starken Kontrast zu den ansonsten hohen Preisen und dem exklusiven Anspruch.

Weitere praktische Probleme wurden ebenfalls angemerkt. Obwohl die Iglus beheizt waren, konnte es beim Servieren durch die sich öffnenden Türen empfindlich kalt werden. Ein weitaus schwerwiegenderer Kritikpunkt war jedoch die räumliche Enge. Die Iglus waren für bis zu acht Personen ausgelegt, doch Berichten zufolge wurde es bereits mit sechs Gästen sehr eng, was die Frage aufwarf, wie acht Personen dort komfortabel sitzen und essen sollten. Dieser Aspekt ist für potenzielle Kunden ähnlicher Konzepte eine wichtige Information.

  • Vorteile:
    • Spektakuläre und einzigartige Aussicht über Bern.
    • Stilvolles und gemütliches Ambiente in privaten Iglus.
    • Hochwertige und kreative Speisen mit wechselnden Konzepten.
    • Gute Auswahl für verschiedene Ernährungsweisen (z.B. vegan).
  • Nachteile:
    • Inkonsistente Servicequalität, die nicht immer dem Preisniveau entsprach.
    • Räumliche Enge, besonders bei voller Belegung der Iglus.
    • Kälteempfindlichkeit während der Servicezeiten.
    • Strenge und als unflexibel empfundene Stornierungsrichtlinien.

Preisgestaltung und Stornierungsrichtlinien als Ärgernis

Das Rooftop Igloo positionierte sich klar im oberen Preissegment. Während viele Gäste bereit waren, für die einzigartige Kombination aus Ambiente und Kulinarik tief in die Tasche zu greifen, führte die Geschäftspolitik in manchen Fällen zu erheblichem Unmut. Ein besonders negatives Beispiel, das online geteilt wurde, betrifft eine Firmenbuchung. Obwohl die Gruppe für über 2000 Franken konsumierte und ein entsprechendes Trinkgeld gab, wurde das Menü für eine kurzfristig verhinderte Person voll in Rechnung gestellt. Zunächst zum vollen Fleischmenü-Preis, nach Reklamation immerhin zur günstigeren veganen Variante. Zwar verweisen die Betreiber auf ihre Stornierungsrichtlinien, doch bei einer derart hohen Gesamtrechnung hätten sich die Gäste mehr Kulanz und Fingerspitzengefühl gewünscht. Solche Vorfälle schaden dem Ruf und hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack, der die positiven Aspekte überschattet.

Ein Fazit zum geschlossenen Rooftop Igloo

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Rooftop Igloo ein unvergessliches Kapitel in der Berner Gastronomieszene war. Es bot ein Erlebnis, das in seiner Form einzigartig war: eine atemberaubende Rooftop-Bar-Atmosphäre kombiniert mit einem anspruchsvollen Essensangebot. Die Qualität der Speisen und die unvergleichliche Aussicht bleiben als Höhepunkte in Erinnerung. Gleichzeitig zeigte das Konzept aber auch Schwächen in der Ausführung. Probleme mit dem Service, die räumliche Enge und eine starre Geschäftspolitik verhinderten, dass das Erlebnis für alle Gäste durchweg perfekt war. Für Liebhaber besonderer Restaurants war es eine faszinierende, wenn auch nicht makellose Erfahrung, an die man sich in Bern noch länger erinnern wird.

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