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Restaurant Zürich

Restaurant Zürich

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Am Wasser 161, 8049 Zürich, Schweiz
Restaurant Schweizerisches Restaurant
8 (979 Bewertungen)

An der Adresse Am Wasser 161 in Zürich befindet sich ein Restaurant, das in den Augen seiner Gäste höchst unterschiedliche Eindrücke hinterlässt. Es ist ein Ort der Kontraste, wo kulinarische Höhepunkte auf spürbare Mängel treffen und exzellenter Service von Kommunikationsbarrieren überschattet werden kann. Eine Analyse der Kundenerfahrungen zeichnet das Bild eines Betriebs mit grossem Potenzial, aber auch mit signifikanten Schwachstellen, die für zukünftige Gäste von entscheidender Bedeutung sein könnten.

Die Speisekarte und die Qualität der Gerichte sind oft der Hauptgrund für einen Restaurantbesuch, und hier scheint das Lokal bei vielen Gästen zu punkten. Insbesondere zwei Gerichte werden immer wieder lobend erwähnt: das Ossobuco und das Schnitzel. Ein Gast beschreibt das Ossobuco als „spitze“, was auf eine exzellente Zubereitung schliessen lässt. Das Schnitzel wird sogar noch enthusiastischer bewertet. Ein Besucher bezeichnete es als „das beste Schnitzel, was ich je gegessen habe“, perfekt durchgebraten und beeindruckend gross. Diese positiven Rückmeldungen deuten darauf hin, dass die Küche ihr Handwerk bei klassischen, währschaften Fleischgerichten versteht. Auch die Portionsgrössen werden generell als reichlich und grosszügig beschrieben, was in einer Stadt wie Zürich, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis oft diskutiert wird, ein klarer Vorteil ist. Wer auf der Suche nach einem Ort für gutes Essen ist und dabei Wert auf grosse Portionen legt, könnte hier fündig werden.

Preisgestaltung und kulinarische Konsistenz: Ein zweischneidiges Schwert

Trotz der Begeisterung für bestimmte Hauptgerichte gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich der Preisgestaltung. Ein Schnitzel für 49 CHF wird von manchen als zu teuer für ein Lokal in einem Aussenquartier empfunden. Auch bei den Vorspeisen scheint das Preisniveau für einige Gäste nicht gerechtfertigt zu sein. Ein Beispiel sind sechs frittierte Pilze für 17 CHF, eine Kombination aus Preis und Menge, die als unangemessen kritisiert wurde. Diese Preispolitik führt zu der Frage, ob das Restaurant sich als gehobenes Lokal oder als „Quartierbeiz“ positionieren möchte – eine Unklarheit, die bei den Gästen für Verwirrung sorgt. Es scheint, dass die Erwartungen, die durch die Preise geweckt werden, nicht immer erfüllt werden.

Zudem gibt es Hinweise auf eine mangelnde Konsistenz in der Küchenleistung. Während die Hauptgerichte gefeiert werden, fiel ein Blattsalat durch ein extrem saures Dressing negativ auf. Solche Details können das gesamte kulinarische Erlebnis beeinträchtigen. Dass zudem eine bestellte Vorspeise – Rüebli mit Geissenfrischkäse – ausverkauft war, deutet auf mögliche Schwächen in der Organisation oder im Bestandsmanagement hin. Ein Besuch scheint also auch ein wenig vom Glück abzuhängen, ob man eines der Paradedisziplinen der Küche erwischt oder eines der weniger überzeugenden Angebote.

Service: Zwischen herausragender Freundlichkeit und sprachlichen Hürden

Der Service ist ein weiterer Bereich, der polarisiert. Auf der einen Seite wird das Personal als „erstaunlich kompetent, freundlich und nett“ beschrieben. Die Aufmerksamkeit gegenüber den Gästen, wie etwa die regelmässige Nachfrage, ob alles in Ordnung sei, wird positiv hervorgehoben. Besonders beeindruckend ist die Kinderfreundlichkeit des Hauses. Eine Familie berichtete von einer kleinen Aufmerksamkeit aus der Küche für ihre Tochter, Malsachen zur Beschäftigung und einer persönlichen Verabschiedung durch alle Mitarbeiter. Solche Gesten machen das Lokal zu einem potenziell sehr familienfreundlichen Restaurant.

Auf der anderen Seite steht eine signifikante Kommunikationsbarriere: Mehrere Gäste merkten an, dass ihre Kellner kein Deutsch, sondern nur Englisch sprachen. Obwohl die Freundlichkeit des Personals unbestritten war, stellt dies in einem Zürcher Quartier für manche Besucher ein Ärgernis dar. Es wirft die Frage auf, inwieweit sich ein lokales Restaurant auf die Bedürfnisse der einheimischen Kundschaft einstellen sollte. Für Gäste, die eine Bedienung in der Landessprache erwarten, könnte dies ein Grund sein, das Lokal zu meiden.

Eine umstrittene Vergangenheit und fragwürdige Praktiken

Eine besonders kritische Stimme stammt von einer Person, die angibt, am selben Ort gearbeitet zu haben, als dieser noch als „Alt-Schlachthof“ bekannt war. Diese Bewertung zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen Führung und kritisiert scharf eine Praxis, die in der Gastronomie unüblich ist: die angebliche Erhebung einer Gebühr für die Toilettennutzung. Für konsumierende Gäste sei es ein ungeschriebenes Gesetz, die sanitären Anlagen kostenlos nutzen zu dürfen. Sollte diese Kritik zutreffen, wäre dies ein schwerwiegender Verstoss gegen die gängigen Gastfreundschaftsnormen und ein erheblicher Minuspunkt für das Restaurant.

Fazit: Ein Ort mit Potenzial und deutlichen Vorbehalten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Restaurant an der Am Wasser 161 ein Ort mit zwei Gesichtern ist. Wer Lust auf ein hervorragend zubereitetes, grosses Schnitzel oder ein schmackhaftes Ossobuco hat und keinen Anstoss an Preisen im oberen Segment nimmt, kann hier ein sehr zufriedenstellendes Erlebnis haben. Besonders Familien mit Kindern könnten den aufmerksamen und herzlichen Service zu schätzen wissen. Die Möglichkeit, Essen zum Mitnehmen zu bestellen, zu reservieren oder liefern zu lassen, bietet zudem moderne Flexibilität.

Allerdings müssen potenzielle Besucher auch die Nachteile in Betracht ziehen. Die Preise sind für die Lage möglicherweise überhöht, und die kulinarische Qualität ist nicht durchgehend auf höchstem Niveau. Die Sprachbarriere beim Servicepersonal kann für einige störend sein. Der schwerwiegendste Kritikpunkt bleibt jedoch der Vorwurf, für die Toilettennutzung Geld zu verlangen. Wer also plant, hier essen zu gehen, sollte sich dieser gemischten Bewertungen bewusst sein. Es ist ein Lokal, das begeistern, aber eben auch enttäuschen kann.

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