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Restaurant Salaas

Restaurant Salaas

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7563 Samnaun, Schweiz
Restaurant
7.8 (866 Bewertungen)

Inmitten der beeindruckenden Bergwelt der Silvretta Arena, strategisch günstig an den Pisten des Skigebiets Samnaun/Ischgl gelegen, befindet sich das Restaurant Salaas. Auf einer Höhe von fast 2.500 Metern ist es mehr als nur eine Einkehr für hungrige Wintersportler; es ist ein architektonisches Statement. Das 2007 erbaute, futuristisch anmutende Gebäude mit seinen grossen, runden Glasfronten und der organischen Form hebt sich bewusst von traditionellen Berghütten ab und verspricht ein modernes Erlebnis. Es beherbergt auf drei Etagen unterschiedliche Konzepte: ein Selbstbedienungsrestaurant, eine bediente Wein- und Champagner-Lounge sowie eine Skyline-Bar, die allesamt einen atemberaubenden Panoramablick auf die umliegenden Gipfel bieten. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich Erfahrungen, die so kontrastreich sind wie die moderne Architektur und die raue Natur.

Ambiente und Ausblick: Die unbestreitbaren Stärken

Der Hauptanziehungspunkt des Restaurant Salaas ist zweifellos seine aussergewöhnliche Atmosphäre. Besucher loben einstimmig das gelungene Ambiente, die moderne Architektur und den spektakulären Ausblick, den man von fast jedem Platz aus geniessen kann. Die grosszügige Sonnenterrasse mit Liegestühlen lädt an schönen Tagen zum Verweilen ein und wird oft zum Schauplatz von DJ-Events, die für eine lebhafte Stimmung sorgen. Im Inneren schafft die Kombination aus hellen Holzelementen und den raumhohen Fenstern eine offene und lichtdurchflutete Umgebung. Wer einen Ort sucht, um die majestätische Alpenlandschaft auf sich wirken zu lassen, findet hier eine Kulisse, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Ort, der für das Auge und die Seele konzipiert wurde und der bereits beim Betreten einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Kulinarische Höhen und Tiefen auf der Speisekarte

Die gastronomische Erfahrung im Salaas ist jedoch deutlich weniger einheitlich als der optische Eindruck. Es gibt Gerichte, die bei den Gästen grossen Anklang finden und als Paradebeispiele für eine gelungene Bergküche gelten. Insbesondere die "Chääässpätzli" (Käsespätzle) werden von vielen Besuchern als herausragend beschrieben – geschmacklich überzeugend und in Portionen, die selbst den grössten Hunger nach einem langen Skitag stillen. Ein Gast beschrieb die Portionen gar als "so gross wie die Berggipfel", was die grosszügige und herzhafte Natur dieses Gerichts unterstreicht. Diese positiven Beispiele zeigen, dass die Küche durchaus in der Lage ist, qualitativ hochwertige und authentische Schweizer Küche zu servieren.

Andererseits stehen diesen positiven Erfahrungen zahlreiche Berichte über enttäuschende Gerichte gegenüber, die dem hohen Anspruch und vor allem den Preisen nicht gerecht werden. Ein häufig genannter Kritikpunkt ist die Currywurst, ein eigentlich simples Gericht, das von mehreren Gästen als geschmacklos und mit knapp 18 Euro als masslos überteuert empfunden wurde. Auch andere Klassiker wie Kaiserschmarrn und Spaghetti wurden bemängelt, da sie nur lauwarm serviert wurden. Ein weiterer Gast beklagte sich über eine Portion Pommes Frites, die für 8,50 € nicht nur überteuert, sondern auch stark versalzen war. Diese wiederkehrende Kritik an einfachen, aber beliebten Gerichten deutet auf eine schwankende Qualität und mangelnde Sorgfalt in der Zubereitung hin, was für ein Restaurant in dieser Preisklasse ein erhebliches Manko darstellt.

Ein kritisches Thema: Die Preisgestaltung

Der wohl am häufigsten und vehementesten geäusserte Kritikpunkt betrifft die Preise im Restaurant Salaas. Während Kenner von Schweizer Skigebieten an ein hohes Preisniveau gewöhnt sind, scheint das Salaas für viele Besucher eine Grenze zu überschreiten. Die Preise werden oft als "absoluter Wahnsinn" und "nicht gerechtfertigt" beschrieben. Besonders stossen sich Gäste an den Kosten für Kleinigkeiten. So wird beispielsweise für eine kleine Tüte Mayonnaise oder Ketchup zum bereits hochpreisigen Hauptgericht ein zusätzlicher Betrag von 1,20 € verlangt. Auch die Getränkepreise werden als exorbitant hoch wahrgenommen, was ein Gast mit der Aussage kommentierte, sie könnten "selbst den Yeti erschrecken". Diese Preispolitik führt bei vielen Besuchern zu dem Gefühl, dass nicht der Wert der Leistung, sondern die abgelegene Lage und die fehlenden Alternativen ausgenutzt werden. Potenzielle Gäste sollten sich daher auf ein sehr hohes Kostenniveau einstellen, das selbst für Schweizer Verhältnisse am oberen Ende der Skala liegt.

Warnsignale bei Service und Abrechnung

Über die Debatte um Preise und Essensqualität hinaus gibt es ernstere Vorwürfe, die potenzielle Besucher zur Vorsicht mahnen sollten. Ein Gast berichtete von einem bedenklichen Hygienemangel, als er beobachtete, wie eine Bedienung Spinatknödel ohne Handschuhe direkt mit den Händen auf den Teller legte. Ein solches Vorgehen ist in einem professionellen Gastronomiebetrieb inakzeptabel und wirft Fragen bezüglich der Einhaltung grundlegender Hygienestandards auf.

Noch schwerwiegender ist der Vorwurf der gezielten Täuschung bei der Bezahlung mit Kreditkarte. Ein Gast schilderte detailliert, wie er eine Rechnung von rund 39 Euro mit Trinkgeld auf 44 Euro aufrunden wollte. Der Kellner habe zwar den Betrag von 44 in das EC-Gerät eingegeben, die Transaktion aber ohne Wissen des Kunden in Schweizer Franken (CHF) abgerechnet. Aufgrund des Wechselkurses wurden dem Gast letztlich 47 Euro von seinem Konto abgebucht. Der Kunde fühlte sich bewusst betrogen und warnt andere Besucher ausdrücklich davor, bei der Kartenzahlung genau zu prüfen, in welcher Währung die Abrechnung erfolgt. Dieser Vorfall ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernsthafter Vertrauensbruch, der einen äusserst negativen Schatten auf das gesamte Etablissement wirft.

Fazit: Ein Ort der Kontraste

Das Restaurant Salaas ist ein Ort, der polarisiert. Auf der einen Seite steht ein architektonisch beeindruckendes Gebäude in einer traumhaften Lage mit einem Panorama, das unvergesslich ist. Es ist ein Ort, der zum Geniessen und Entspannen einlädt und eine moderne, ansprechende Atmosphäre bietet. Auf der anderen Seite stehen eine höchst umstrittene Preispolitik, eine stark schwankende Qualität der Speisen und schwerwiegende Vorwürfe in Bezug auf Hygiene und Abrechnungspraktiken. Für Besucher, deren Priorität auf dem Ambiente liegt und die bereit sind, für die Aussicht tief in die Tasche zu greifen, mag ein Besuch lohnenswert sein. Wer jedoch Wert auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis, durchgehend hohe Speisenqualität und einen transparenten, ehrlichen Service legt, könnte hier eine herbe Enttäuschung erleben. Es ist ratsam, vor einem Besuch die Bewertungen zu berücksichtigen und insbesondere bei der Bezahlung wachsam zu sein.

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