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Restaurant Matterhorn Glacier Paradise

Restaurant Matterhorn Glacier Paradise

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Matterhorn glacier paradise, 3920 Zermatt, Schweiz
Restaurant
6.2 (92 Bewertungen)

Auf 3.883 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, bietet das Restaurant Matterhorn Glacier Paradise eine Erfahrung, die untrennbar mit seiner extremen Lage verbunden ist. Es ist als Europas höchstes Bergrestaurant bekannt und zieht Besucher hauptsächlich wegen seines einzigartigen Verkaufsarguments an: der unvergleichlichen Aussicht. Die Panoramafenster und die Nähe zur Aussichtsplattform ermöglichen einen atemberaubenden Blick auf die Schweizer, italienischen und französischen Alpen, was von vielen Besuchern als der eigentliche Höhepunkt ihres Aufenthalts beschrieben wird.

Das kulinarische Angebot in extremer Höhe

Die Speisekarte des Restaurants konzentriert sich auf Gerichte, die in einer solchen Umgebung erwartet werden – herzhaft, wärmend und unkompliziert. Besucher finden hier eine Mischung aus regionalen Walliser Spezialitäten und internationalen Klassikern. In Gästebewertungen werden oft traditionelle Gerichte wie Bratwurst mit Zwiebelsauce und Pommes, Spaghetti Carbonara oder ein Rindersteak erwähnt. Diese Speisen werden im Allgemeinen als „hervorragend“ und qualitativ gut beschrieben, was angesichts der logistischen Herausforderungen, frische Zutaten in diese Höhe zu transportieren, bemerkenswert ist. Das Angebot umfasst auch Optionen für verschiedene Ernährungsbedürfnisse, darunter vegetarische und vegane Gerichte. Das kulinarische Erlebnis ist somit darauf ausgelegt, nach einem Ausflug in der dünnen, kalten Luft neue Energie zu tanken.

Ambiente und Service: Zwischen Freundlichkeit und Überlastung

Das Ambiente im Inneren ist funktional und darauf ausgelegt, eine grosse Anzahl von Besuchern zu bewältigen. Mit rund 60 Sitzplätzen kann es, wie von einigen Gästen angemerkt, besonders zur Mittagszeit sehr voll und laut werden. Die Erfahrungen mit dem Service sind gemischt. Einige Besucher heben die ausserordentliche Freundlichkeit des Personals hervor, insbesondere ein Team von italienischen Mitarbeitern, das für seine gute Laune und Effizienz gelobt wird. Andere Gäste berichten jedoch von Personal, das gelangweilt wirkte und diese Haltung auch die Kunden spüren liess. Diese Inkonsistenz deutet darauf hin, dass das Erlebnis stark von der Tageszeit und der aktuellen Auslastung abhängen kann.

Die Preis- und Leistungsdebatte

Ein zentraler und häufig diskutierter Punkt sind die Preise. Viele empfinden sie als sehr hoch, was oft mit dem Begriff „Schweizer Bergpreise“ zusammengefasst wird. Ein Cappuccino, eine einfache Mahlzeit oder ein Dessert können das Budget erheblich belasten. Es gibt jedoch eine fundierte Gegenperspektive: Die Kosten für den Transport von Lebensmitteln, Wasser und sämtlichen Betriebsmitteln mit der Seilbahn auf fast 4.000 Meter sind immens. Diese logistische Meisterleistung spiegelt sich zwangsläufig in den Endpreisen wider. Wer hier Essen gehen möchte, zahlt also nicht nur für die Speisen, sondern auch für das Privileg, dies an einem der spektakulärsten Orte Europas zu tun.

Ein kontroverses Detail: Die Toilettengebühr

Der wohl grösste Kritikpunkt, der in vielen Bewertungen wiederholt wird, ist die Gebühr von zwei Franken für die Benutzung der Toiletten. Dieser Betrag an sich ist nicht hoch, aber das Prinzip dahinter stösst vielen Gästen sauer auf. Besucher, die bereits hohe Summen für die Seilbahntickets und für die Konsumation im Restaurant ausgegeben haben, empfinden diese zusätzliche Gebühr als „Frechheit“ und „Kundenabzocke“. Es vermittelt das Gefühl, dass an jeder möglichen Stelle Profit maximiert werden soll, was im Widerspruch zu einem gastfreundlichen Gesamterlebnis steht und für einige den Besuch nachhaltig trübt.

Fazit für potenzielle Besucher

Ein Besuch im Restaurant Matterhorn Glacier Paradise ist eine Entscheidung für die Location, nicht zwingend für ein herausragendes gastronomisches Erlebnis. Das gute Essen ist ein willkommener Bonus zu der wirklich unvergesslichen Aussicht. Potenzielle Gäste sollten sich auf hohe Preise einstellen, die durch die extreme Lage gerechtfertigt sind, sowie auf mögliche Menschenmengen zur Mittagszeit. Die umstrittene Toilettengebühr ist ein erheblicher Minuspunkt im Serviceverständnis, den man im Hinterkopf behalten sollte. Das Restaurant ist täglich von 09:15 bis 15:45 Uhr geöffnet, bleibt aber freitags geschlossen. Es ist eine Erfahrung, die man wegen des Panoramas macht, wobei das leibliche Wohl solide, aber kostspielig versorgt wird.

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