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Restaurant Krafft Basel

Restaurant Krafft Basel

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Rheingasse 12, 4058 Basel, Schweiz
Restaurant
8.4 (393 Bewertungen)

Das Restaurant Krafft Basel, an der Rheingasse 12 gelegen, ist untrennbar mit seiner prominenten Lage direkt am Rheinufer verbunden. Es ist Teil des gleichnamigen historischen Hotels und verspricht ein gehobenes kulinarisches Erlebnis mit Blick auf das Treiben am Wasser. Die Meinungen der Gäste zeichnen jedoch ein Bild von Licht und Schatten, das potenziellen Besuchern eine differenzierte Erwartungshaltung nahelegt.

Ein Ambiente, das begeistert – meistens

Ein Punkt, in dem sich fast alle Besucher einig sind, ist das aussergewöhnliche Ambiente. Die Terrasse direkt am Rhein wird als traumhaft beschrieben und bietet eine malerische Kulisse für ein Mittagessen oder Abendessen. Auch im Inneren überzeugt das Lokal mit stilvollem Flair und dem Charme eines historischen Gebäudes. Begriffe wie „wunderschön“ und „stilvoll“ fallen in vielen positiven Bewertungen und unterstreichen die Stärke der Location. Gepaart mit einem professionellen und herzlichen Service, den viele Gäste als herausragend, freundlich und aufmerksam beschreiben, kann hier ein rundum gelungenes Erlebnis entstehen. Es gibt Berichte von einem Chefkoch, der persönlich die Tische besucht, was eine besonders wertschätzende Geste darstellt.

Allerdings scheint diese Servicequalität nicht konstant zu sein. Einzelne Berichte zeichnen ein gegenteiliges Bild: von lieblosem und unterdurchschnittlichem Personal, das Gäste warten lässt, während es private Gespräche führt. Details wie ein angeschlagener Teller oder ein nicht abgeräumtes Gedeck trüben den Gesamteindruck und stehen im starken Kontrast zu den sonstigen Lobeshymnen. Diese Inkonsistenz ist ein relevanter Faktor, der den Besuch zu einem Glücksspiel machen kann.

Die kulinarische Leistung: Zwischen Genuss und Enttäuschung

Die Speisekarte im Krafft zelebriert die französische Küche mit einem modernen Ansatz, wie auch Gault&Millau anerkennt, die das Restaurant wieder in ihren Guide aufgenommen haben. Besonders hervorgehoben werden die „Grosses Pièces“ wie Côte de Bœuf vom bekannten Metzger Jenzer. Die Küche unter Chef Lorenz Kaiser wird für ihre zeitgemässen Interpretationen gelobt. Ein oft genanntes Highlight ist die Apfel-Tarte-Tatin, die als „Traum“ und „der Hammer“ bezeichnet wird, deren Portion jedoch so grosszügig bemessen ist, dass sie für mehrere Personen ausreicht. Auch das Rinds-Tatar findet Erwähnung, spaltet jedoch die Geister: Während die einen die kreative Interpretation mit einer „Käsedecke“ aus Gruyère schätzen, empfinden andere genau diesen Zusatz als zu dominant.

Die Kritikpunkte am Essen gehen hier jedoch tiefer. Mehrere Gäste bemängeln, dass Qualität und Preis nicht immer im Einklang stehen. Ein Zander-Ceviche wird als „durchschnittlich“, ein Salat als „katastrophal“ und die Portion Pommes Frites als klein und mittelmässig beschrieben. Solche Erfahrungen sind besonders enttäuschend, wenn man die gehobenen Preise bedenkt. Ein Gast zog den direkten Vergleich zur Brasserie des renommierten Hotels Trois Rois und kam zu dem Schluss, dass man dort für fairere Preise eine raffiniertere Küche bei deutlich besserem Service erhalte.

Ein Manko bei vegetarischen Optionen

Ein wiederkehrender und wichtiger Kritikpunkt ist das Angebot für Vegetarier. Während das Restaurant vegetarische Speisen anbietet, wird das Fehlen kreativer und sättigender Hauptgerichte bemängelt. Eine gefüllte Paprika wurde von einer Besucherin als „Witz“ bezeichnet – zu klein und unbefriedigend für eine Hauptspeise. Der Wunsch nach weniger Fleisch, mehr regionalen Produkten und überhaupt veganen Alternativen ausser einem Salat ist deutlich. Für ein Restaurant dieser Preisklasse und mit diesem Anspruch ist dies ein klares Defizit im heutigen Gastronomiemarkt.

Fazit: Eine Frage der Erwartung und des Tages

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Besuch im Restaurant Krafft Basel ein zweischneidiges Schwert sein kann. Die unbestreitbaren Stärken sind die erstklassige Lage am Rhein und das stilvolle Ambiente. Wenn Service und Küche einen guten Tag haben, können Gäste ein wundervolles kulinarisches Erlebnis geniessen, das durch besondere Gerichte und eine herzliche Bedienung in Erinnerung bleibt. Die regelmässig wechselnde Abendkarte bietet zudem Anreize für Wiederholungsbesuche.

Die Schwächen liegen jedoch in der mangelnden Konstanz. Sowohl die Servicequalität als auch die Zubereitung mancher Gerichte scheinen stark zu schwanken. Das unzureichende vegetarische Angebot ist ein weiterer klarer Nachteil. Wer eine Reservierung in Erwägung zieht, sollte sich dieser möglichen Diskrepanz bewusst sein. Es ist ein Ort mit grossem Potenzial, der an einem Tag begeistern und am nächsten enttäuschen kann – ein Faktor, der bei der Entscheidung, ob man eines der potenziell besten Restaurants mit Rheinblick besuchen möchte, berücksichtigt werden sollte.

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