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Gasthaus Blume

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Tösstalstrasse 432, 8497 Fischenthal, Schweiz
Restaurant
8.6 (152 Bewertungen)

Das Gasthaus Blume an der Tösstalstrasse 432 in Fischenthal war über Jahre ein fester Bestandteil des Gemeindelebens, doch die Türen dieses Restaurants sind mittlerweile dauerhaft geschlossen. Die bereitgestellten Informationen zeichnen das Bild eines Betriebs voller Widersprüche, der bei seinen Gästen höchst unterschiedliche Eindrücke hinterliess. Eine Analyse der verfügbaren Daten und Gästebewertungen ergibt ein komplexes Mosaik aus kulinarischen Höhepunkten und erheblichen Mängeln, das die Herausforderungen und die Realität des Betriebs widerspiegelt.

Die Schliessung des Gasthauses war das Resultat verschiedener Schwierigkeiten. Der Vertrag mit dem letzten Pächter wurde per Ende April 2021 aufgelöst, massgeblich beeinflusst durch die Belastungen der Corona-Krise. Daraufhin stand die Gemeinde Fischenthal vor der Grundsatzfrage, wie die Liegenschaft künftig genutzt werden sollte. Es gab zwischenzeitlich Pläne für eine Wiedereröffnung mit neuen Pächtern, die auf Schweizer Küche setzen wollten, doch diese scheinen nicht von Dauer gewesen zu sein. Die jüngsten Entwicklungen deuten jedoch auf eine positive Wende hin: Ab Dezember 2025 planen zwei neue Pächterinnen, dem Ort als "Bistro Blume" neues Leben einzuhauchen und einen Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen.

Ein kulinarisches Angebot zwischen zwei Welten

Einer der bemerkenswertesten Aspekte des Gasthauses Blume war seine zweigleisige Speisekarte. Es versuchte, den Spagat zwischen traditioneller Küche aus der Schweiz und authentischen thailändischen Gerichten zu meistern. Diese ungewöhnliche Kombination war für viele ein Anziehungspunkt, führte aber auch zu sehr unterschiedlichen Bewertungen. Auf der einen Seite standen hochgelobte Klassiker. Ein Gast beschrieb das Entrecôte mit Spätzli an Steinpilzsauce als "der Hammer" und lobte den perfekten Gargrad des Fleisches. Auch das Cordon Bleu, das als besonders käsehaltig und "super lecker" beschrieben wurde, fand grossen Anklang. Diese positiven Rückmeldungen deuten darauf hin, dass die Zubereitung gutbürgerlicher Gerichte eine Stärke des Hauses war.

Gleichzeitig erntete die thailändische Küche enthusiastisches Lob. Ein Gast bewertete das thailändische Essen als "sehr sehr gut" und hob den "netten und lustigen Koch" hervor, der offensichtlich mit Leidenschaft bei der Sache war. Diese Spezialisierung auf eine exotische Küche neben den lokalen Klassikern war ein Alleinstellungsmerkmal, das das Restaurant von anderen in der Region unterschied. Es bot die Möglichkeit, an einem Ort sowohl einheimische als auch fernöstliche Spezialitäten zu geniessen.

Ambiente und Service: Eine Frage der Perspektive

Das Ambiente des Gasthauses war ein Punkt, an dem sich die Geister schieden. Während einige Besucher die Atmosphäre als "sehr gemütlich" empfanden und sich sichtlich wohlfühlten, äusserten andere deutliche Kritik. In einer Bewertung heisst es, das Ambiente lasse "zu wünschen übrig", es sei "alles in die Jahre gekommen" und müsse dringend modernisiert werden. Sogar die Sauberkeit der Tische wurde bemängelt. Diese gegensätzlichen Wahrnehmungen zeigen, dass der rustikale Charme, der von manchen geschätzt wurde, von anderen als veraltet und renovierungsbedürftig empfunden wurde.

Ähnlich uneinheitlich war das Bild beim Service. Viele Gäste beschrieben die Bedienung als "freundlich", "aufgestellt" und den Wirt als "cool". Diese positiven Erfahrungen trugen zu einem gelungenen Restaurantbesuch bei. Dem gegenüber steht jedoch eine äusserst negative Schilderung, die ein ganz anderes Bild zeichnet. Ein Gast berichtete von Personal in unpassender Kleidung ("bauchfrei und in Leggings") und attestierte ihm "sehr wenig bis keine Ahnung vom Service". Ein solcher Erfahrungsbericht wirft ein Schlaglicht auf eine mögliche Inkonsistenz in der Servicequalität, die je nach Tag und Personal stark variieren konnte.

Wenn der Restaurantbesuch zur Enttäuschung wird

Trotz der vielen positiven Stimmen gab es auch Erlebnisse, die das Gasthaus Blume in einem sehr schlechten Licht dastehen liessen. Die wohl vernichtendste Kritik kam von einer Gruppe, die an einem Freitagabend die einzigen Gäste waren. Ihr Erlebnis war von Anfang bis Ende eine Enttäuschung. Es begann damit, dass nicht genügend Speisekarten für vier Personen vorhanden waren, und gipfelte in einem katastrophalen Essen. Der Gast merkte an, dass selbst das Kochen von Reis, eine grundlegende Fähigkeit, in der Blume "anscheinend eine Kunst" sei. Das Fazit "So schlecht gegessen haben wir seit Jahren nicht mehr" ist ein klares Verdikt über die Leistung der Küche an diesem Abend. Diese Erfahrung zeigt, dass die Qualität der Speisen nicht immer dem hohen Standard entsprach, den andere Gäste lobten.

Ein weiterer, kleinerer Kritikpunkt betraf die mangelnde proaktive Berücksichtigung von Ernährungsweisen wie dem Veganismus. Eine Besucherin merkte an, dass der Gruss aus der Küche nicht immer vegan war, äusserte aber die zuversichtliche Vermutung, dass der Koch dies auf Nachfrage sicher ändern würde. Dennoch illustriert dieser Punkt, dass in manchen Bereichen die Aufmerksamkeit für Details fehlte.

Ein Ort der Gegensätze blickt in die Zukunft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gasthaus Blume ein Ort der Kontraste war. Es vereinte eine ambitionierte Küche mit einem teilweise veralteten Ambiente. Es bot exzellente Gerichte, aber auch kulinarische Totalausfälle. Der Service konnte herzlich und professionell, aber auch ahnungslos und unpassend sein. Für potenzielle Gäste war ein Besuch offenbar mit einer gewissen Unsicherheit verbunden: Man konnte einen wunderbaren Abend mit hervorragendem Essen erleben oder eine herbe Enttäuschung. Die permanente Schliessung beendete dieses Kapitel. Die bevorstehende Neueröffnung als "Bistro Blume" im Dezember 2025 bietet jedoch die Chance, die Stärken des Standorts zu nutzen und ihn wieder zu einem verlässlichen und beliebten Treffpunkt in Fischenthal zu machen. Wer aktuell nach Restaurants in der Nähe sucht, muss sich gedulden, kann aber auf die Wiederbelebung dieses traditionsreichen Gasthauses hoffen.

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