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ETH food market

ETH food market

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Joseph-von-Deschwanden-Platz 1, 8049 Zürich, Schweiz
Restaurant
7.8 (466 Bewertungen)

Auf dem Campus Hönggerberg der ETH Zürich gelegen, stellt der ETH food market einen zentralen Anlaufpunkt für die tägliche Mittagsverpflegung dar. Betrieben von der erfahrenen SV Group, die für ihre Gemeinschaftsgastronomie bekannt ist, handelt es sich hierbei nicht um ein klassisches Restaurant im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr um eine moderne Mensa, die nach einem Marktplatzprinzip konzipiert ist. Dieses Konzept zielt darauf ab, einer internationalen und anspruchsvollen Kundschaft aus Studierenden, Mitarbeitenden und externen Gästen eine breite Palette an kulinarischen Optionen zu bieten. Der Anspruch ist hoch: schnell, abwechslungsreich und preiswert soll das Mittagessen sein. Doch wie schlägt sich der food market in der Praxis? Eine genauere Betrachtung der Stärken und Schwächen liefert ein differenziertes Bild.

Das Konzept: Ein Marktplatz des Geschmacks

Das Herzstück des ETH food market ist sein namensgebendes Konzept. Anstelle einer einzelnen Ausgabetheke finden Gäste hier mehrere Kochinseln, die unterschiedliche gastronomische Welten repräsentieren. Dieses gastronomische Angebot ist eine der grössten Stärken. Typischerweise gibt es Bereiche wie "Pizza & Pasta", "Grill & Fry" oder "Asian Dreams". Ergänzt wird dies oft durch eine "Green Lane" mit einer grossen Salattheke und vegetarischen Gerichten, was den modernen Ansprüchen an eine bewusste Ernährung entgegenkommt. Diese Vielfalt ermöglicht es den Gästen, jeden Tag etwas Neues zu probieren und auf eine kleine kulinarische Weltreise zu gehen, ohne den Campus verlassen zu müssen. Die Atmosphäre wird oft als lebendig und geschäftig beschrieben, was dem universitären Umfeld entspricht. Es ist ein Ort des Zusammentreffens, an dem in der kurzen Mittagspause gegessen, geredet und neue Energie getankt wird.

Die unbestreitbaren Vorteile

Einer der am häufigsten gelobten Aspekte ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Preisniveau, das als sehr günstig eingestuft wird, bietet der food market eine Option für günstig essen in einer Stadt, die für ihre hohen Lebenshaltungskosten bekannt ist. Insbesondere für Studierende ist dies ein entscheidender Faktor. Viele positive Rückmeldungen heben hervor, dass das Essen nicht nur preiswert, sondern auch geschmacklich überzeugt. Ein Detail, das von Besuchern besonders geschätzt wird, ist das Angebot von kostenlosem Wasser – eine kleine Geste mit grosser Wirkung. Die Bezahlung ist unkompliziert und modern gestaltet; die Möglichkeit, ohne spezielle Studierendenkarte einfach per Kreditkarte zu zahlen, wird als grosser Pluspunkt empfunden und unterstreicht die Serviceorientierung.

Die Vielfalt der Speisekarte ist ein weiterer zentraler Vorteil. Das breite Angebot stellt sicher, dass für fast jeden Geschmack und jede Ernährungsform etwas dabei ist. Von herzhaften Grillgerichten über klassische italienische Pasta und Pizza bis hin zu exotischen asiatischen Speisen – die Auswahl ist beeindruckend für eine Mensa. Einige Gäste empfehlen besonders die Pizza, die oft frisch zubereitet wird und als verlässliche Wahl gilt. Diese Abwechslung verhindert kulinarische Langeweile und macht den food market zu einer attraktiven Option für das tägliche Mittagessen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es auch wiederkehrende Kritikpunkte, die potenzielle Besucher kennen sollten. Das wohl grösste Problem scheint die schwankende Qualität der Speisen zu sein. Während viele Gäste von hochwertigen Zutaten und schmackhaften Gerichten berichten, gibt es auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Stimmen, die von enttäuschenden Erfahrungen sprechen. Ein Gast beschrieb seine Pizza als "unterste Schublade" mit rohem Teig, ein anderer nannte das Essen manchmal "abenteuerlich". Diese Inkonsistenz macht den Besuch zu einer Art Glücksspiel: Man kann einen hervorragenden Lunch erwischen, aber eben auch einen, der die Erwartungen nicht erfüllt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Verhältnis von Portionsgrösse zu Preis. Einige Stammgäste haben den Eindruck, dass die Portionen im Laufe der Zeit kleiner geworden sind, während die Preise gestiegen sind. Dies trübt das ansonsten positive Bild des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses. Auch die Kenntnisse des Personals über die Inhaltsstoffe der Gerichte werden bemängelt. Für Personen mit Allergien oder speziellen diätetischen Anforderungen kann es frustrierend sein, wenn die Mitarbeitenden keine genauen Auskünfte geben können. Hier besteht klarer Verbesserungsbedarf, um allen Gästen ein sicheres und angenehmes Esserlebnis zu garantieren.

Rahmenbedingungen und Zielgruppe

Die Öffnungszeiten des ETH food market sind stark auf den universitären Alltag zugeschnitten. Geöffnet ist ausschliesslich an Wochentagen, von Montag bis Freitag, für ein kurzes Zeitfenster über Mittag von 11:15 bis 13:30 Uhr. An Wochenenden bleibt das Restaurant geschlossen. Diese eingeschränkten Zeiten machen deutlich, dass es sich um eine reine Mittagsverpflegungsstätte handelt. Ein früherer Versuch, auch ein Abendessen anzubieten, wurde Berichten zufolge mangels Nachfrage wieder eingestellt. Für externe Besucher, die ein gemütliches Essen gehen in Zürich planen, ist der food market daher kaum eine Option. Die Hauptzielgruppe sind klar Studierende und Mitarbeitende der ETH, die eine schnelle, unkomplizierte und preiswerte Mahlzeit zwischen Vorlesungen und Arbeit suchen.

Fazit: Eine funktionale Mensa mit Stärken und Schwächen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der ETH food market seine Rolle als moderne Hochschulmensa gut erfüllt. Das Konzept des Marktplatzes mit seiner beeindruckenden Vielfalt an Speisen aus aller Welt ist die grösste Stärke. Kombiniert mit den sehr günstigen Preisen und praktischen Details wie der einfachen Kartenzahlung, bietet er eine äusserst attraktive Option für das tägliche Mittagessen auf dem Campus Hönggerberg. Wer auf der Suche nach einem der Zürcher Restaurants ist, um ausgiebig zu dinieren, ist hier falsch. Wer jedoch eine schnelle, abwechslungsreiche und budgetfreundliche Mahlzeit sucht, wird hier fündig.

Allerdings müssen Gäste bereit sein, Kompromisse einzugehen. Die Qualität der Speisen kann stark schwanken, und nicht jede Mahlzeit ist ein Volltreffer. Die Diskussion um Portionsgrössen und steigende Preise sowie die teils mangelnden Produktkenntnisse des Personals sind valide Kritikpunkte. Wer den ETH food market besucht, sollte dies mit der richtigen Erwartungshaltung tun: Es ist eine hochfrequentierte, funktionale und lebendige Mensa, die eine beeindruckende logistische Leistung vollbringt – nicht mehr und nicht weniger.

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