Café du Cerf
ZurückDas Café du Cerf in Rougemont hat sich als feste Grösse für Liebhaber der traditionellen Schweizer Küche etabliert. Es präsentiert sich als ein Ort, der rustikalen Charme mit einer qualitativ hochwertigen Gastronomie verbindet, was durch eine beeindruckende Durchschnittsbewertung von 4.6 Sternen bei über 340 Rückmeldungen untermauert wird. Die kulinarische Leitung trägt eine bemerkenswerte Handschrift: Edgard Bovier, der ehemalige Sternekoch des Lausanne Palace, konzipiert die Karte, die von Küchenchef Yanick Poidevin umgesetzt wird. Diese Zusammenarbeit verspricht eine bodenständige, aber raffinierte Küche, die tief in der Region verwurzelt ist.
Ambiente und Service: Ein authentisches Chalet-Erlebnis
Gäste beschreiben das Ambiente des Café du Cerf einstimmig als «urchig» und «heimelig». Die holzgetäferte Gaststube schafft eine warme und einladende Atmosphäre, die typisch für ein Schweizer Chalet ist. An schönen Tagen wird die Terrasse zum Hauptanziehungspunkt. Von hier aus geniessen die Besucher eine phänomenale Aussicht auf die umliegende Bergwelt, einschliesslich des Gipfels La Videmanette, was das Essen zu einem besonderen Erlebnis macht. Der Service wird als ebenso authentisch und überzeugend wahrgenommen. Das Personal gilt als aufmerksam, freundlich, schnell und zuvorkommend, was den positiven Gesamteindruck komplettiert. Man spürt, dass viele Mitarbeiter die Stammgäste persönlich kennen, was eine familiäre und persönliche Note verleiht.
Die kulinarische Visitenkarte: Was auf den Tisch kommt
Die Speisekarte des Café du Cerf ist eine Hommage an die Schweizer Alpenküche, wobei Käsegerichte eine zentrale Rolle spielen. Ein absolutes Highlight ist das Fondue, das in verschiedenen Variationen angeboten wird – klassisch, Moitié-Moitié, mit Tomaten oder mit Steinpilzen aus dem Pays-d'Enhaut. Auch die Raclette und die «Chässchnitte», ein reichhaltiges Käsebrot mit Ei und Schinken, werden von Gästen wärmstens empfohlen und als besonders schmackhaft gelobt. Eine weitere Spezialität des Hauses sind die Malakoffs, frittierte Käsebällchen, deren Rezept für das Schweizer Haus bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking kreiert wurde.
Doch die Küche bietet mehr als nur Käse. Saisonalität wird grossgeschrieben, was sich besonders in den Wildgerichten widerspiegelt. Ein Gast bezeichnete seinen Wildteller als den besten, den er je gegessen habe – ein grosses Kompliment an die Küchenbrigade. Klassiker wie Kalbsgeschnetzeltes mit knusprigem Rösti oder zarte Kalbsleber finden sich ebenfalls auf der Karte. Für preisbewusste Besucher ist das Mittagsmenü eine ausgezeichnete Wahl. Für rund 21 Franken werden eine Suppe und ein Hauptgang serviert, wobei die Portionen als sehr grosszügig beschrieben werden. Das Angebot, wie beispielsweise Roastbeef an Tartarsauce mit Ofenkartoffeln, zeugt von einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Desserts und Weine: Der süsse Abschluss
Auch bei den Desserts bleibt man der traditionellen Linie treu. Grossmutters Apfeltarte, eine zarte Brioche mit Orangenblüten und Vanilleglace oder Früchtekuchen mit einem grosszügigen Klecks Doppelrahm runden das Mahl ab. Die Weinkarte ist sorgfältig zusammengestellt und legt einen Schwerpunkt auf Schweizer Weine aus dem Waadtland, insbesondere aus den Regionen Chablais, Lavaux und La Côte, ergänzt durch internationale Tropfen.
Was man beachten sollte: Die Kehrseite der Medaille
Trotz des überwältigend positiven Echos gibt es einige praktische Aspekte, die potenzielle Besucher berücksichtigen sollten. Das Restaurant ist montags und dienstags geschlossen, was die Planung eines Besuchs einschränkt. Aufgrund der hohen Beliebtheit, besonders an Wochenenden und in der Hochsaison, ist eine Reservation dringend zu empfehlen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Das Café du Cerf ist ausschliesslich auf das Erlebnis vor Ort ausgerichtet; Dienstleistungen wie Lieferservice oder Take-out werden nicht angeboten. Dies unterstreicht den Fokus auf ein traditionelles Restauranterlebnis. Während das allgemeine Preisniveau als moderat (Stufe 2 von 4) eingestuft wird, können einige Gerichte auf der Karte durchaus preisintensiver sein. Ein Gault&Millau-Kritiker merkte an, dass die ansonsten herzhaften «Ravioli della Nonna» durch den zusätzlichen geschmolzenen Alpkäse etwas überladen wirkten, was jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks ist.
Zusammenfassung und praktische Informationen
Das Café du Cerf in der Rue des Allamans 8 ist eine ausgezeichnete Adresse für alle, die eine authentische, qualitativ hochwertige Schweizer Küche in einem gemütlichen Ambiente suchen. Die Kombination aus der kulinarischen Vision von Edgard Bovier, der exzellenten Umsetzung durch das Küchenteam und einem herzlichen Service macht den Besuch lohnenswert. Das Lokal ist rollstuhlgängig und eignet sich sowohl für ein ausgedehntes Abendessen als auch für ein preiswertes und sättigendes Mittagsmenü.
- Adresse: Rue des Allamans 8, 1659 Rougemont, Schweiz
- Telefon für Reservationen: 026 925 81 23
- Webseite: lecerfrougemont.ch
- Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 11:00–14:00 Uhr und 18:00–22:00 Uhr, Samstag und Sonntag durchgehend von 11:00–22:00 Uhr. Montag und Dienstag sind Ruhetage.