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Bergrestaurant Morenia

Bergrestaurant Morenia

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Zwischenstation Morenia, 3906 Saas-Fee, Schweiz
Restaurant Schweizerisches Restaurant
7.6 (1791 Bewertungen)

Das Bergrestaurant Morenia, auf rund 2550 Metern Höhe an der Zwischenstation Morenia im Skigebiet von Saas-Fee gelegen, präsentiert sich als ein Ort der Kontraste. Es ist ein moderner Bau, der sich durch seine Holzkonstruktion und ein helles, luftiges Ambiente auszeichnet und oft als Treffpunkt für Wintersportler dient. Die Lage ist unbestreitbar einer der grössten Trümpfe: Das Restaurant mit Aussicht bietet von seiner grossen, sonnigen Terrasse einen spektakulären Panoramablick auf die umliegende Bergwelt des Saastals, was es zu einem beliebten Ziel für eine Pause beim Skifahren oder Snowboarden macht. Allerdings ist das Gesamterlebnis, wie aus zahlreichen Gästestimmen hervorgeht, stark von persönlichen Erwartungen und der Tagesform des Betriebs abhängig.

Das kulinarische Angebot: Zwischen Vielfalt und Enttäuschung

Die Speisekarte des als Selbstbedienungsrestaurant geführten Betriebs verspricht auf den ersten Blick eine solide Auswahl, die man in einem Bergrestaurant dieser Grösse erwarten würde. Das Angebot wird oft als typischer „Hütten-Standard“ beschrieben und umfasst Gerichte wie Pizza, Bratwurst, Pommes Frites und klassische Schweizer Spezialitäten wie Älplermakronen. Ein besonderes Merkmal, das von einigen Besuchern positiv hervorgehoben wird, ist das Salatbuffet. Es wird als potenziell gross und frisch beschrieben und bietet neben Salaten auch Lachs, weitere Fischspezialitäten oder Crevetten. Hier zeigt sich jedoch eine der grössten Schwächen des Morenia: die mangelnde Konsistenz. Während das Buffet an einem Tag reichhaltig und vielfältig bestückt sein kann, finden Gäste an einem anderen Tag nur noch Reste oder eine stark reduzierte Auswahl vor. Diese Unvorhersehbarkeit macht es schwierig, sich auf eine bestimmte Qualität zu verlassen.

Kritik wird wiederholt an der Qualität und Verfügbarkeit der Speisen geäussert, insbesondere zu späteren Stunden. Besucher berichteten, dass das Buffet bereits um 14:00 Uhr fast leer war und nur noch Teigwaren angeboten wurden. In einem solchen Fall wurde die Qualität der Speisen als mangelhaft beschrieben; die Spaghetti seien vom langen Herumstehen bereits ausgetrocknet gewesen. Dies deutet auf organisatorische Herausforderungen hin, die das Erlebnis beim Essen gehen erheblich beeinträchtigen können. Es empfiehlt sich daher, das Restaurant nicht während der absoluten Stosszeiten oder gegen Ende des Mittagsservices zu besuchen, um eine bessere Auswahl und frischere Speisen zu erhalten.

Preise und Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein heikler Punkt

Ein durchgehendes Thema in den Bewertungen sind die Preise. Das Bergrestaurant Morenia wird dem gehobenen Preissegment (Preisniveau 3 von 4) zugeordnet, was für Bergrestaurants in Schweizer Top-Skigebieten nicht unüblich ist. Dennoch empfinden viele Gäste die Preise als überzogen und nicht durch die gebotene Qualität gerechtfertigt. Konkrete Beispiele untermauern diese Kritik: Ein Teller trockener Teigwaren mit einem 5-Deziliter-Getränk für 43 CHF wird als Frechheit empfunden. Eine sehr kleine Portion Pommes Frites für 8 CHF, bei der Saucen wie Ketchup oder Mayonnaise mit jeweils 1 CHF extra berechnet werden, stösst ebenfalls auf Unverständnis. Diese Preisgestaltung führt bei vielen Besuchern zu dem Gefühl, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt.

Auch bei den Getränken scheint die Qualität nicht immer mit dem Preis übereinzustimmen. Ein Gast beschrieb den Café Crème für 5 CHF als so schlecht, dass ihm davon übel geworden sei – eine Erfahrung, die er bei Kaffee noch nie gemacht habe. Der Espresso wies dieselbe mangelhafte Qualität auf. Solche Erlebnisse tragen dazu bei, dass das Restaurant trotz seiner fantastischen Lage von einigen Gästen nicht mehr weiterempfohlen wird, da der Service und die Qualität über die Jahre abgenommen hätten, während die Preise stetig gestiegen seien.

Ambiente, Ausstattung und Service

Trotz der Kritik an Speisen und Preisen gibt es auch positive Aspekte, die das Morenia auszeichnen. Die Inneneinrichtung wird als hell, freundlich und einladend beschrieben. Die grossen Fensterfronten lassen viel Licht herein und geben den Blick auf die Pisten und Berge frei. Ein besonders lobenswertes Detail ist die Ausstattung der sanitären Anlagen. Die Toiletten werden als sehr modern und sauber beschrieben und befinden sich praktischerweise auf derselben Etage wie der Restaurantbereich. Dies erspart den Gästen das mühsame Treppensteigen in Skischuhen, ein oft übersehener, aber wichtiger Komfortfaktor in einem Restaurant im Skigebiet.

Für Gäste, die ihre eigene Verpflegung mitbringen, bietet das Restaurant im Untergeschoss einen speziellen Picknickbereich. Diese Option ist eine willkommene Alternative für Familien oder preisbewusste Besucher und ein klarer Pluspunkt für die Infrastruktur des Hauses. Das Personal wird von den meisten Gästen als freundlich und zuvorkommend wahrgenommen, auch wenn dies die strukturellen Mängel im Angebot nicht immer ausgleichen kann. Die Organisation als Selbstbedienungsrestaurant wird an manchen Tagen als sehr gut und effizient beschrieben, was einen schnellen „Ski-Stopp“ ermöglicht. An anderen Tagen scheint das System jedoch an seine Grenzen zu stossen, was sich in leeren Theken und langen Wartezeiten äussert.

Fazit: Eine Frage der Prioritäten

Das Bergrestaurant Morenia ist ein Ort, der polarisiert. Wer primär einen Platz an der Sonne mit einer atemberaubenden Aussicht sucht und bereit ist, dafür hohe Preise in Kauf zu nehmen, kann hier durchaus eine gute Zeit verbringen. Die moderne Architektur und die durchdachten Details wie die ebenerdigen Toiletten und der Picknickraum sind klare Vorteile. Wer jedoch Wert auf ein konstant hohes kulinarisches Niveau und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis legt, könnte enttäuscht werden. Die stark schwankende Qualität und Verfügbarkeit der Speisen, gepaart mit den als überzogen empfundenen Kosten, sind die grössten Kritikpunkte. Es ist ein Restaurant, dessen Besuch man sorgfältig abwägen sollte, wobei der Zeitpunkt des Besuchs eine entscheidende Rolle für das Gesamterlebnis spielen kann. Zu beachten ist, dass es sich um einen Saisonbetrieb handelt, der hauptsächlich während der Wintermonate geöffnet ist, was den Status "vorübergehend geschlossen" ausserhalb der Skisaison erklärt.

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