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Berghaus Wispile

Berghaus Wispile

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Moosfangstrasse 46, 3783 Saanen, Schweiz
Restaurant Schweizerisches Restaurant
8.6 (272 Bewertungen)

Das Berghaus Wispile, gelegen auf 1'915 Metern Höhe über Saanen, ist mehr als nur ein gewöhnliches Bergrestaurant. Es präsentiert sich als Zielpunkt für Familien, Wanderer und Naturliebhaber, die mit einer beeindruckenden 360-Grad-Aussicht auf das Saanenland und die Alpen belohnt werden. Der Zugang erfolgt über die Gondelbahn von Gstaad, was den Besuch bereits zu einem Erlebnis macht, jedoch auch finanzielle Aspekte aufwirft, die potenzielle Gäste berücksichtigen sollten.

Das gastronomische Angebot: Zwischen Tradition und Selbstbedienung

Im Kern ist das Berghaus Wispile ein Selbstbedienungsrestaurant, das sich auf bewährte Schweizer Spezialitäten konzentriert. Die Speisekarte bietet typische Gerichte, die man in einer solchen Höhe erwartet: von Rösti über Älplermagronen bis hin zu Wurstsalat und Käseplatten. Diese währschafte, traditionelle Kost zielt darauf ab, nach einer Wanderung zu stärken und zu sättigen. Gäste schätzen die angebotenen vegetarischen Optionen sowie die Möglichkeit für ein Mittagessen oder einen Brunch mit Panorama. Das kulinarische Angebot wird durch eine Auswahl an Weinen und Bieren ergänzt. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie der Molkerei Gstaad und Schönried sowie der Buuremetzg unterstreicht den regionalen Anspruch. Trotz des Selbstbedienungskonzepts wird das Essen zum Tisch gebracht, was einen Hauch von zusätzlichem Service vermittelt.

Die Preisgestaltung: Ein kontroverser Punkt

Die Preise im Berghaus Wispile sind ein häufig diskutiertes Thema unter den Besuchern. Während einige Gäste die Kosten als moderat für ein Bergrestaurant empfinden, stufen andere sie als sehr hoch oder an der oberen Grenze ein. Diese unterschiedliche Wahrnehmung hängt stark mit dem Gesamterlebnis zusammen. Insbesondere die Kosten für die Gondelbahnfahrt, die von manchen als „rekordverdächtig teuer“ beschrieben wird, müssen in das Budget einkalkuliert werden. Ein Halbtax-Abonnement kann hier eine erhebliche Erleichterung verschaffen. Die Kombination aus teurer Anreise und den Preisen für Speisen und Getränke führt bei einigen Besuchern zu dem Gefühl, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht immer ausgewogen ist, insbesondere für ein Restaurant mit Selbstbedienungskonzept.

Ambiente und Einrichtungen: Die zwei Gesichter des Berghauses

Das unbestrittene Highlight des Berghaus Wispile ist seine Lage. Die grosse Terrasse mit 150 Plätzen und bereitgestellten Liegestühlen lädt zum Verweilen und Geniessen der spektakulären Aussicht ein. Dieser Ort ist zweifellos ein Magnet für alle, die die Schönheit der Schweizer Bergwelt auf sich wirken lassen möchten. Ein weiterer grosser Pluspunkt, der das Haus auszeichnet, ist seine ausserordentliche Familienfreundlichkeit. Direkt angrenzend an die Terrasse befindet sich ein grosszügiger Spielplatz mit Rutschen, Schaukeln und einem Klettergarten. Ein Wasserspielplatz und ein Streichelzoo mit Zwergziegen runden das Angebot für die jüngsten Gäste ab und machen das Berghaus zu einem Paradies für Familien.

Im scharfen Kontrast zu diesen positiven Aspekten stehen jedoch die sanitären Anlagen. Wiederholt wird in Berichten von Gästen eine „unterirdische und dreckige Toilettenanlage“ erwähnt, die den Eindruck erweckt, seit den 1970er-Jahren nicht mehr renoviert worden zu sein. Dieser erhebliche Mangel trübt das ansonsten positive Bild der Infrastruktur und stellt für viele Besucher einen nicht zu übersehenden Negativpunkt dar.

Der Faktor Mensch: Erfahrungen mit dem Personal

Die Beurteilung des Service-Personals im Berghaus Wispile fällt gemischt aus und scheint stark von individuellen Begegnungen abhängig zu sein. Besonders auffällig sind die widersprüchlichen Schilderungen bezüglich eines deutschsprachigen Mitarbeiters an der Kasse. Während einige Gäste ihn als „sehr freundlich und zuvorkommend“ oder als einen Chef, der auch in stressigen Situationen „den Überblick und die Nerven behält“, beschreiben, empfanden ihn andere als „arrogant und überheblich“. Diese Diskrepanz lässt darauf schliessen, dass die Tagesform oder die persönliche Interaktion eine entscheidende Rolle für das Gästeerlebnis spielt. Positiv hervorgehoben wird hingegen oft die Freundlichkeit des Personals, das die Speisen an die Tische bringt.

Es ist jedoch wichtig, eine besonders negative Erfahrung zu differenzieren: Eine detaillierte Beschwerde richtete sich explizit gegen eine Mitarbeiterin der Bergbahn und nicht des Restaurants. Der Vorfall, der als respektlos und unprofessionell geschildert wurde, beeinflusst zwar die Gesamterfahrung auf dem Weg zum Gipfel, kann aber nicht direkt dem Restaurant-Team angelastet werden. Dennoch zeigt es, dass die Qualität des Services im gesamten Umfeld der Destination Wispile schwanken kann.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Besuch?

Das Berghaus Wispile ist ein Ort der Gegensätze. Auf der einen Seite lockt es mit einer absolut unschlagbaren Panorama-Aussicht, einer wunderschönen Sonnenterrasse und einem herausragenden Angebot für Familien mit Kindern. Es ist der ideale Ort für Wanderer, die eine wohlverdiente Pause einlegen möchten, und für Familien, die einen erlebnisreichen Tag in den Bergen verbringen wollen. Auf der anderen Seite stehen die hohen Gesamtkosten, die durch die teure Gondelfahrt entstehen, eine Preisgestaltung im Restaurant, die von manchen als überzogen empfunden wird, und vor allem die mangelhaften und veralteten sanitären Anlagen. Die Servicequalität scheint zudem Glückssache zu sein. Wer über die genannten Mängel hinwegsehen kann und den Fokus auf das Naturerlebnis und die familienfreundlichen Angebote legt, wird auf der Wispile eine unvergessliche Zeit verbringen. Wer jedoch grossen Wert auf ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis, moderne Infrastruktur und durchweg professionellen Service legt, könnte enttäuscht werden.

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