Angkor

Angkor

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Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Schweiz
Restaurant
8 (804 Bewertungen)

In der Giessereistrasse 18 im Zürcher Kreis 5 befindet sich das Restaurant Angkor, ein Etablissement, das bei potenziellen Gästen gemischte Eindrücke hinterlässt. Es präsentiert sich als pan-asiatischer Tempel der Kulinarik, dessen herausragendstes Merkmal zweifellos sein Ambiente ist. Doch während die Optik durchweg gelobt wird, gehen die Meinungen über Speisen, Service und Preisgestaltung stark auseinander, was eine differenzierte Betrachtung unumgänglich macht.

Ein Ambiente, das in eine andere Welt entführt

Betritt man das Angkor, wird man unmittelbar von einer sorgfältig kuratierten fernöstlichen Atmosphäre empfangen. Die Einrichtung ist das unbestrittene Highlight und wird in zahlreichen Berichten als stilvoll, modern und geschmackvoll beschrieben. Elemente wie eine schwere Holztür, diverse Buddha-Statuen und geschnitzte Tempeltänzerinnen schaffen eine authentische und einladende Umgebung. Ein besonderes Merkmal ist der integrierte Koi-Teich, der dem Ganzen eine beruhigende und fast schon meditative Note verleiht. Es gibt sogar spezielle Tische, an denen Gäste quasi über dem Wasser dinieren können, umgeben von den farbenprächtigen Fischen. Diese visuelle Opulenz macht das Angkor zu einer beliebten Wahl für besondere Anlässe wie Geburtstage, bei denen eine eindrucksvolle Kulisse gewünscht ist.

Die kulinarische Reise: Zwischen Genuss und Enttäuschung

Die Speisekarte des Angkor verspricht eine Reise durch die asiatische Küche, mit einem Schwerpunkt auf kambodschanischen und thailändischen Gerichten. Angeboten werden Klassiker wie Pad Thai, diverse Currys, Dim Sum und Entengerichte. Die Erfahrungen der Gäste spiegeln jedoch eine erhebliche Inkonsistenz in der Qualität wider.

Auf der positiven Seite berichten einige Besucher von einem hervorragenden Abendessen. Speisen werden als frisch, aromatisch und perfekt zubereitet beschrieben. Gerichte wie die Ente mit Pfannkuchen und Teriyaki-Sauce oder das "Sweet and Sour"-Poulet werden explizit als Genuss hervorgehoben. Ein Gast lobte sein Geburtstagsessen als unvergesslich mit "köstlichen Speisen".

Im krassen Gegensatz dazu stehen jedoch alarmierend negative Bewertungen, insbesondere aus jüngerer Zeit. Einige langjährige Gäste stellen eine drastische Verschlechterung der Qualität fest und bezeichnen das Niveau als "erschreckend". Konkret bemängelt wurden beispielsweise ein rotes Thai-Curry, bei dem die Crevetten einen unangenehmen Geruch aufwiesen und das Gemüse von minderwertiger Qualität war. Ein anderes Mal wurde das Pad Thai als "total langweilig" empfunden. Diese extremen Gegensätze machen es für neue Kunden schwierig, eine verlässliche Erwartungshaltung zu entwickeln. Es scheint, als sei ein Besuch im Angkor eine Art Lotteriespiel: Man kann einen kulinarisch perfekten Abend erleben oder eine teure Enttäuschung.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis als zentraler Kritikpunkt

Ein durchgängiges Thema in den Kritiken ist die Preisgestaltung. Das Angkor ist im oberen Preissegment angesiedelt, was durch den Preislevel-Indikator 3 bestätigt wird. Viele Gäste empfinden die Preise jedoch nicht nur als hoch, sondern als "unangemessen teuer". Als Beispiel wird eine Vorspeise von vier Dim Sum für 21 CHF genannt, was als unverhältnismässig wahrgenommen wird. Die Kritik verschärft sich durch den Umstand, dass auf der Online-Speisekarte der Website offenbar keine Preise angegeben sind. Diese mangelnde Transparenz kann bei Gästen, die sich vorab informieren möchten, zu Verunsicherung und später am Abend zu einer bösen Überraschung führen.

Es gibt jedoch einen Lichtblick für preisbewusstere Gäste: Das Mittagsmenü wird als preislich attraktiv und geschmacklich überzeugend gelobt. Dies könnte eine gute Möglichkeit sein, das viel gepriesene Ambiente des Restaurants zu erleben, ohne das finanzielle Risiko eines kompletten Abendessens à la carte einzugehen.

Service: Freundlich, aber mit Verbesserungspotenzial

Auch beim Service zeigt sich ein gespaltenes Bild. Einerseits wird das Personal als freundlich und der Empfang als herzlich beschrieben. Ein Gast sprach sogar von einem "liebevollen Service". Andererseits wird der Service auch als zurückhaltend und wenig proaktiv kritisiert. So wurde bemängelt, dass nicht aktiv nach Wünschen für ein Dessert oder weitere Getränke gefragt wurde. Zudem berichten Gäste von längeren Wartezeiten zwischen der Bestellung der Getränke und dem Servieren der Hauptgerichte. In einem voll besetzten Restaurant kann der Service anscheinend gehetzt wirken, was das Gesamterlebnis schmälern kann.

Wichtige Informationen für Ihren Besuch

Für alle, die einen Besuch in Erwägung ziehen, hier die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Adresse: Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Schweiz.
  • Öffnungszeiten: Geöffnet von Montag bis Freitag für Mittag- und Abendessen (11:30–14:00 Uhr und 18:00–22:30 Uhr). Samstags ist nur für das Abendessen geöffnet (18:00–22:30 Uhr). Sonntags bleibt das Restaurant geschlossen.
  • Dienstleistungen: Das Angkor bietet neben dem Service vor Ort auch Lieferservice (Delivery) und Abholung (Takeout) an. Es werden vegetarische Gerichte serviert und der Eingang ist rollstuhlgerecht.
  • Reservierung: Aufgrund der Beliebtheit des Ambientes wird eine Reservierung empfohlen, insbesondere für das Speisen im einzigartigen Aquarium-Bereich.

Fazit: Ein Restaurant der Kontraste

Das Angkor in Zürich ist ein Ort, der stark polarisiert. Wer auf der Suche nach einem asiatischen Restaurant mit einem wirklich aussergewöhnlichen und beeindruckenden Ambiente ist, wird hier fündig. Die Kulisse allein kann einen Besuch wert sein. Potenzielle Gäste müssen sich jedoch der erheblichen Risiken bewusst sein: Die Qualität der Speisen ist Berichten zufolge sehr inkonsistent und kann von exzellent bis mangelhaft reichen. Die Preise sind hoch und werden von vielen als überteuert empfunden, und der Service ist nicht immer auf dem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwarten würde. Die Gesamtbewertung von 4.0 Sternen bei über 500 Rezensionen deutet auf eine solide Vergangenheit hin, doch die jüngsten kritischen Stimmen sollten nicht ignoriert werden. Ein Besuch will also gut überlegt sein – vielleicht ist das preiswertere Mittagsmenü der klügste Weg, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

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