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Berggasthaus Naturfreunde Clavadeleralp

Berggasthaus Naturfreunde Clavadeleralp

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Clavadeleralpstrasse 5, 7272 Davos, Schweiz
Restaurant
9.4 (334 Bewertungen)

Das Berggasthaus Naturfreunde auf der Clavadeleralp war lange Zeit ein hochgeschätztes Ziel für Wanderer, Biker und Geniesser in der Bergwelt von Davos. Mit einer beeindruckenden Bewertung von 4.7 Sternen aus über 220 Rezensionen hatte es sich einen Ruf für aussergewöhnliche Gastfreundschaft, hervorragendes Essen und eine unvergleichliche Lage erarbeitet. Doch für alle, die eine Einkehr planen, gibt es eine entscheidende Information: Das Gasthaus ist derzeitigen Informationen zufolge dauerhaft geschlossen. Diese Entwicklung stellt einen spürbaren Verlust für die lokale Gastronomielandschaft dar und wirft einen Schatten auf einen Ort, der von vielen als Inbegriff der Bündner Gemütlichkeit angesehen wurde.

Ein Rückblick auf ein Juwel der Alpen

Um zu verstehen, warum die Schliessung so bedauert wird, muss man die Qualitäten betrachten, die das Berggasthaus Naturfreunde Clavadeleralp auszeichneten. Es war weit mehr als nur ein Restaurant; es war ein Gesamterlebnis, das von seiner Umgebung, seiner Küche und den Menschen, die es betrieben, geprägt wurde.

Lage und die atemberaubende Aussicht

Auf einer Höhe von rund 1980 Metern gelegen, bot das Gasthaus einen Panoramablick über das gesamte Davoser Tal und die umliegende Bergkette, der in den Gästebewertungen immer wieder als "wunderschön" und "atemberaubend" beschrieben wurde. Die sonnenverwöhnte Terrasse war der ideale Ort für eine Rast nach einer langen Wanderung oder einer anspruchsvollen Mountainbike-Tour. Für viele war dies das perfekte Restaurant mit Aussicht, ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen und die majestätische Ruhe der Alpen auf sich wirken lassen konnte. Die Lage mitten im Ski- und Wandergebiet Jakobshorn machte es zu einem strategisch perfekten Einkehrschwung, sowohl im Sommer als auch im Winter.

Kulinarik: Ehrliche und hochwertige Schweizer Küche

Die Küche des Berggasthauses war ein weiterer zentraler Pfeiler seines Erfolgs. Die ehemaligen Pächter, die Familie Aerne, legten grossen Wert auf frische Zubereitung und hohe Qualität. Die Speisen wurden regelmässig als "erstklassig", "sehr lecker" und "ein Genuss für den Gaumen" gelobt. Die Speisekarte bot eine gelungene Mischung aus traditioneller Schweizer Küche und gutbürgerlichen Gerichten, die perfekt in die Bergwelt passten. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die hausgemachten Suppen, die nach einer kalten Wanderung wärmten, sowie die selbstgebackenen Kuchen, die als krönender Abschluss eines Mahls galten. Es war eine ehrliche, unverfälschte gut bürgerliche Küche, die sättigte und glücklich machte und zeigte, wie wertvoll regionale Zutaten sind.

Gastfreundschaft, die von Herzen kam

Ein herausragendes Merkmal, das in nahezu jeder positiven Bewertung Erwähnung fand, war die ausserordentliche Gastfreundschaft. Das Pächterpaar aus dem Thurgau und ihr Team wurden als "sehr gastfreundlich", "äusserst freundlich und zuvorkommend" und schnell im Service beschrieben. Gäste fühlten sich nicht nur als Kunden, sondern als willkommene Besucher in einer familiären Atmosphäre. Diese persönliche Note trug massgeblich dazu bei, dass sich viele Gäste "sehr, sehr wohl gefühlt" haben und gerne wiederkamen. Diese Herzlichkeit machte das Berggasthaus zu einem zweiten Zuhause in den Bergen.

Mehr als nur Essen gehen: Übernachten in den Bergen

Das Angebot beschränkte sich nicht nur auf die Tagesgastronomie. Das Naturfreundehaus bot auch gemütliche und einfache Doppel- und Mehrbettzimmer für Übernachtungen an. Dies machte es zu einem idealen Stützpunkt für mehrtägige Touren. Wanderer und Biker konnten hier ihre Reise unterbrechen, sich bei einem herzhaften Abendessen stärken und nach einer erholsamen Nacht den nächsten Tag mit einem feinen Frühstücksbuffet beginnen. Diese Kombination aus Restaurant und Unterkunft bot ein umfassendes Bergerlebnis.

Die Schattenseiten und die aktuelle Realität

Trotz der vielen positiven Aspekte, die das Berggasthaus zu einem besonderen Ort machten, gibt es wesentliche Punkte, die potenzielle Besucher kennen müssen – allen voran die Tatsache seiner Schliessung.

Der Wermutstropfen: Dauerhaft geschlossen

Die wichtigste und zugleich enttäuschendste Information ist der Betriebsstatus. Die Kennzeichnung als "permanently closed" in verschiedenen Verzeichnissen, die widersprüchlichen Angaben und die Tatsache, dass die langjährigen und beliebten Pächter, Familie Aerne, den Betrieb verlassen haben, deuten auf ein Ende einer Ära hin. Für jeden, der plant, in dieser Gegend zu wandern oder Ski zu fahren und einen Besuch in Erwägung zieht, ist diese Information von entscheidender Bedeutung, um eine vergebliche Reise zu vermeiden. Die Zukunft des Hauses scheint ungewiss, und es gibt derzeit keine klaren Hinweise auf eine baldige Wiedereröffnung unter neuer Leitung. Es ist daher unerlässlich, sich vor einem geplanten Besuch über den aktuellen Stand aus offiziellen Quellen zu informieren, falls sich die Situation ändern sollte.

Eingeschränkte Zugänglichkeit

Ein weiterer Punkt, der für einige Gäste eine Hürde darstellte, war die Zugänglichkeit. Das Gasthaus war nicht barrierefrei, was für Personen mit eingeschränkter Mobilität ein Ausschlusskriterium war. Die Anreise selbst erforderte eine gewisse Anstrengung: Im Sommer führte eine gebührenpflichtige Alpstrasse zum Haus, im Winter war es nur zu Fuss, mit Skiern oder über einen Sessellift und einen kurzen Fussmarsch erreichbar. Während diese Abgeschiedenheit für viele den Charme des Ortes ausmachte, war sie für andere eine logistische Herausforderung und schloss einen spontanen Besuch zum Essen gehen für viele aus.

Ein Fazit mit Wehmut

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Berggasthaus Naturfreunde Clavadeleralp ein Ort war, der fast alle Kriterien für ein perfektes Bergerlebnis erfüllte: eine spektakuläre Lage, eine köstliche und authentische Küche und eine Gastfreundschaft, die ihresgleichen suchte. Die überwältigend positiven Rückmeldungen der Gäste zeichnen das Bild eines liebevoll geführten Betriebs, der für viele ein fester Bestandteil eines Besuchs in Davos war. Die dauerhafte Schliessung ist daher nicht nur das Ende eines Geschäftsbetriebs, sondern der Verlust eines sozialen und kulinarischen Treffpunkts in den Bündner Alpen. Wer heute die Clavadeleralp besucht, findet einen Ort vor, der von vergangenen, glücklichen Tagen erzählt, aber leider keine offene Tür mehr bietet.

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