SHARE Restaurant&Bar at AVES Arosa
ZurückDas SHARE Restaurant & Bar, eingebettet im modernen AVES Arosa Hotel, verfolgt ein klares und im Namen verankertes Konzept: das Teilen von Speisen und Erlebnissen. Dieser Ansatz, der auf Geselligkeit und gemeinsames Probieren abzielt, wird durch ein offenes, grosszügiges und stilvolles Ambiente unterstützt. Grosse Fensterfronten, eine klare Linienführung und der Einsatz von warmen Materialien schaffen eine Atmosphäre, die von vielen Gästen als sehr ansprechend und modern empfunden wird. Mit rund 90 Sitzplätzen bietet das Restaurant ausreichend Raum, ohne gedrängt zu wirken. Die Idee ist, dass Gäste sich gemeinsam durch die Speisekarte kosten und so eine vielfältigere kulinarische Erfahrung machen, als es bei einer traditionellen Bestellung möglich wäre.
Das kulinarische Angebot: Zwischen Innovation und Kritik
Die Küche im SHARE setzt auf kreative, regional inspirierte Gerichte, die auf bunten Tellern angerichtet werden. Die Karte selbst wird von Besuchern als eher klein beschrieben, was oft ein Indikator für Frische und eine sorgfältige Auswahl der Zutaten ist. Ein wiederkehrendes Lob gilt der Qualität der verwendeten Produkte; Gäste heben hervor, dass die Zutaten sorgfältig ausgewählt und handwerklich gut zubereitet werden. Diese Philosophie scheint bei vielen Gerichten aufzugehen und führt zu sehr positiven Rückmeldungen, in denen von „unglaublich leckerem Essen“ die Rede ist.
Die Spezialität des Hauses: Pinsa in Perfektion?
Ein besonderes Highlight, das in den Bewertungen immer wieder Erwähnung findet, ist die Pinsa, eine römische Variante der Pizza mit einem besonders luftigen und knusprigen Teig. Besonders hervorgehoben wird die Option, eine glutenfreie Pinsa zu bestellen. Ein Gast beschreibt diese sogar als die beste, die er je bekommen habe – ein starkes Argument für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit, die oft Schwierigkeiten haben, qualitativ hochwertige Alternativen zu finden. Die Pinsa ist nicht nur zum Essen gehen vor Ort gedacht, sondern wird auch als Take-Away-Option angeboten, ideal für einen Imbiss nach einem Tag in den Bergen. Allerdings ist das Lob nicht uneingeschränkt. Während der Teig durchweg als leicht und kross gelobt wird, gab es auch Kritik am Belag. Ein Gast empfand den Mozzarella und die Tomatensauce als fade und geschmacksneutral. Dies deutet auf eine mögliche Inkonsistenz hin: Während die technische Zubereitung des Teiges meisterhaft zu sein scheint, könnte die Würze der Beläge je nach Geschmack oder Tagesform variieren.
Weitere Gerichte und vegetarische Optionen
Neben der Pinsa bietet die Speisekarte auch andere Gerichte wie Suppen, Salate und Pasta. Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Während eine Kürbissuppe und ein gemischter Salat als „sehr fein“ beschrieben wurden, fiel ein anderes Gericht, die „Spaghetti Verdura“, bei einem Test komplett durch. Die Pasta sei verkocht gewesen, die Sauce wässrig und ohne jeglichen Geschmack – eine vernichtende Restaurantbewertung für ein an sich einfaches Gericht. Solche extremen Gegensätze in der Wahrnehmung der Speisenqualität sind ein wichtiger Hinweis für potenzielle Gäste. Es scheint, dass das Restaurant in bestimmten Bereichen, wie bei den Pinsas, brilliert, während andere Teile des Angebots möglicherweise nicht das gleiche hohe Niveau erreichen. Positiv zu vermerken ist, dass es eine Auswahl an vegetarische Gerichte gibt, was heutzutage ein wichtiger Standard ist und von Gästen geschätzt wird.
Ambiente und Service: Licht und Schatten
Das Interieur des SHARE wird als modern, offen und grosszügig gelobt. Es vermittelt eine urbane Lässigkeit, die gut zum jungen und dynamischen Konzept des AVES Arosa passt. Die offene Gestaltung hat jedoch auch eine Kehrseite: Einige Besucher empfanden die Akustik als problematisch, was zu einem recht hohen Geräuschpegel führen kann. Wer ein ruhiges Abendessen in intimer Atmosphäre sucht, könnte hier unter Umständen an seine Grenzen stossen. Für Gruppen und gesellige Runden, die eine lebhafte Stimmung bevorzugen, ist das Ambiente hingegen ideal.
Der Service ist ein weiterer Punkt, bei dem die Erfahrungen der Gäste stark voneinander abweichen. Viele beschreiben das Personal als ausserordentlich freundlich, professionell und aufmerksam. Sie fühlten sich von Anfang an wohl und gut betreut. Diese positive Wahrnehmung ist ein entscheidender Faktor für ein gelungenes Restauranterlebnis. Gleichzeitig gibt es jedoch Berichte über einen Service, der als „etwas unaufmerksam“ beschrieben wird, bei dem Bestellungen vertauscht wurden oder das Personal als höflich, aber „nicht vom Fach“ wahrgenommen wurde. Diese Diskrepanz lässt vermuten, dass die Servicequalität stark vom jeweiligen Mitarbeiter oder der Auslastung des Restaurants abhängen kann. Es ist ein Bereich, in dem das Management möglicherweise noch für mehr Konstanz sorgen könnte, um allen Gästen ein gleichbleibend hohes Serviceniveau zu garantieren.
Die Bar: Ein Ort zum Verweilen
Angeschlossen an das Restaurant ist die SHARE Bar, die das lässige Konzept fortführt. Mit etwa 20 Sitzplätzen und einem ebenso hippen Design lädt sie dazu ein, den Abend bei einem Drink ausklingen zu lassen. Die Getränkekarte bietet eine Auswahl an Weinen und kreativen Drinks, die zu entspannter Musik genossen werden können. Die Bar ist somit nicht nur eine Wartezone für das Restaurant, sondern ein eigenständiger Treffpunkt, der das Gesamterlebnis im AVES Arosa abrundet.
Zusammenfassende Betrachtung
Das SHARE Restaurant & Bar at AVES Arosa präsentiert sich als ein modernes und konzeptionell starkes gutes Restaurant, das viele richtige Ansätze verfolgt. Die Stärken liegen klar im Sharing-Konzept, dem stilvollen Ambiente und der herausragenden Qualität der Pinsa, insbesondere der glutenfreien Variante. Die Verwendung hochwertiger, regionaler Zutaten ist ein weiteres grosses Plus.
Die Schwächen zeigen sich in der Inkonsistenz, sowohl bei der Qualität einiger Gerichte abseits der Spezialitäten als auch im Service. Die laute Akustik kann für manche Gäste ein Störfaktor sein. Wer sich für einen Besuch entscheidet, sollte dies im Hinterkopf behalten. Es ist ratsam, einen Tisch zu reservieren, da das Lokal beliebt zu sein scheint. Insgesamt ist das SHARE eine empfehlenswerte Adresse für all jene, die ein lebhaftes, modernes Ambiente schätzen und Lust auf eine aussergewöhnliche Pinsa in geselliger Runde haben. Man sollte jedoch offen dafür sein, dass nicht jedes Gericht auf der Karte das gleiche hohe Niveau wie die Aushängeschilder des Hauses erreicht.