Crap Naros

Crap Naros

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Voa Sporz 85, 7078 Lenzerheide, Schweiz
Restaurant
8.6 (123 Bewertungen)

Das Restaurant Crap Naros, eingebettet in den Weiler Sporz oberhalb von Lenzerheide, ist Teil des Maiensässhotels Guarda Val und hat sich einer authentischen und unverfälschten Bündner Küchentradition verschrieben. Es positioniert sich als ein Ort, an dem Gemütlichkeit und das gemeinschaftliche Erlebnis im Mittelpunkt stehen, was sich sowohl in der Atmosphäre als auch im Servicekonzept widerspiegelt. Die Philosophie des Hauses ist klar: Gekocht wird, wie es in alten Bauernkalendern steht, mit einem starken Fokus auf lokale Gerichte und Käsespezialitäten. Dieser Ansatz verspricht ein erdiges und traditionelles Gourmet-Erlebnis.

Ambiente und Einrichtung: Eine authentische Bündner Stube

Gäste beschreiben die Atmosphäre im Crap Naros durchweg als „heimelig“ und urgemütlich. Das Interieur einer klassischen Bündner Stube trägt massgeblich zu diesem Gefühl bei. Holz dominiert den Raum und schafft eine warme, einladende Umgebung, die perfekt zur alpinen Landschaft passt. Dieser Eindruck wird durch den Aussenbereich ergänzt, der besonders durchdacht gestaltet ist. Hier findet sich ein offener Holzgrill, auf dem Teile der Speisen zubereitet werden, was dem Essen gehen eine rustikale und ursprüngliche Note verleiht. Für kühlere Tage oder Abende ist bestens gesorgt: Auf den Stühlen liegen Lammfelle und warme Wolldecken bereit, während Heizstrahler zusätzliche Wärme spenden. Diese Details zeigen eine hohe Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden der Gäste und ermöglichen es, die Terrasse auch bei frischeren Temperaturen zu geniessen.

Die kulinarische Ausrichtung: Tradition trifft Qualität

Die Speisekarte des Crap Naros ist eine Hommage an die Schweizer Küche, insbesondere an die Spezialitäten des Kantons Graubünden. Küchenchef Paul Berberich und sein Team legen grossen Wert auf Regionalität und Frische. Gerichte werden nach traditionellen Rezepten zubereitet, oft mit einem modernen Qualitätsanspruch. Ein besonderes Merkmal ist das „Tavolata“-Konzept, bei dem Schüsseln und Platten zum Teilen in die Mitte des Tisches gestellt werden – ganz wie früher zu Hause bei der Grossmutter („wia dahai“). Dies fördert das gesellige Beisammensein und macht das Abendessen oder Mittagessen zu einem gemeinschaftlichen Ereignis.

Spezialitäten und Highlights der Speisekarte

Basierend auf den Rückmeldungen der Gäste und den Informationen des Restaurants selbst, kristallisieren sich einige kulinarische Höhepunkte heraus:

  • Capuns: Dieses traditionelle Bündner Gericht wird von vielen Besuchern als „ein Traum“ und „sehr deliziös“ beschrieben. Es wird sowohl in einer klassischen als auch in einer vegetarischen Variante angeboten, was die Flexibilität der Küche unterstreicht.
  • Fleisch- und Grillgerichte: Der auf dem Holzgrill perfekt gebratene Hirschrücken und das Entrecôte Café de Paris sind wiederkehrende Favoriten. Auch der Tafelspitz wird als herausragend gelobt. Das Restaurant betont die Verwendung von ausschliesslich Schweizer Fleisch von kleinen, lokalen Produzenten.
  • Käsefondue: Eine der bekanntesten Spezialitäten des Hauses. Laut Angaben des Managements werden monatlich rund 600 Portionen verkauft, was für die Beliebtheit und Qualität spricht.
  • Vegetarische Gerichte: Das Crap Naros zeigt sich aufgeschlossen gegenüber Gästen mit alternativen Ernährungsweisen. Die Verfügbarkeit von vegetarischen Optionen wie den Capuns und die proaktive Nachfrage nach Unverträglichkeiten bei der Reservation zeugen von einem modernen Serviceverständnis.

Service und Gastfreundschaft: Ein zweischneidiges Schwert

Der Service im Crap Naros wird in den meisten Erfahrungsberichten als ausserordentlich positiv bewertet. Das Personal wird als sehr freundlich, zuvorkommend und aufmerksam beschrieben. Selbst Gäste, die vor den offiziellen Öffnungszeiten eintrafen, wurden höflich empfangen und bedient. Diese hohe Serviceorientierung ist ein klares Plus und trägt wesentlich zum positiven Gesamterlebnis bei. Die Begrüssung mit einem „Gruss aus der Küche“ ist eine weitere Geste, die von den Besuchern geschätzt wird.

Allerdings gibt es auch kritische Anmerkungen, die potenzielle Gäste berücksichtigen sollten. Ein wiederkehrendes Thema sind die Tischreservationen. Es wurde von Problemen berichtet, bei denen eine bestätigte Reservation nicht im System vermerkt war. Obwohl das Personal in dem geschilderten Fall eine Lösung fand, führte dies zunächst zu Unannehmlichkeiten. Zudem scheint es schwierig oder gar unmöglich zu sein, am selben Tag des Besuchs noch einen Tisch zu reservieren. Eine frühzeitige Planung ist daher unerlässlich. Ein weiterer Punkt, der vereinzelt erwähnt wurde, sind längere Wartezeiten auf das Essen. Dies schien jedoch durch die hohe Qualität und die ansprechende Präsentation der Speisen kompensiert worden zu sein.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Qualität hat ihren Preis

Das Crap Naros bewegt sich im oberen Preissegment. Mehrere Gäste bezeichnen die Preise als „hoch“ oder „eher teuer“. Diese Einschätzung wird jedoch fast immer relativiert. Die Mehrheit der Besucher ist der Meinung, dass das Gebotene den Preis rechtfertigt. Die hohe Qualität der Zutaten, die sorgfältige Zubereitung, der exzellente Service und das einzigartige Ambiente ergeben ein Gesamtpaket, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis für die meisten Gäste stimmt. Wer ein günstiges Restaurant sucht, ist hier möglicherweise an der falschen Adresse. Wer jedoch bereit ist, für ein hochwertiges, authentisches Erlebnis in einer besonderen Umgebung zu bezahlen, wird wahrscheinlich nicht enttäuscht.

Fazit für potenzielle Gäste

Das Crap Naros in Lenzerheide ist eine klare Empfehlung für Liebhaber der traditionellen Bündner und regionalen Küche, die Wert auf ein authentisches und gemütliches Ambiente legen. Die Stärken des Restaurants liegen eindeutig in der hohen Qualität der Speisen, dem Fokus auf lokale Produkte und dem überwiegend exzellenten und freundlichen Service. Die Möglichkeit, Gerichte im „Family-Style“ zu teilen, macht es zu einer ausgezeichneten Wahl für gesellige Runden mit Familie und Freunden. Die potenziellen Schwächen, wie die Notwendigkeit einer langfristigen Reservation und die gehobenen Preise, sollten bei der Planung eines Besuchs berücksichtigt werden. Wer sich darauf einstellt, darf sich auf ein kulinarisches Erlebnis freuen, das die Traditionen Graubündens auf schmackhafte Weise zelebriert.

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