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Restaurant «Zu den Zwei Raben»

Restaurant «Zu den Zwei Raben»

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Chlosterstrasse, 8109 Kloster Fahr, Schweiz
Restaurant
8 (249 Bewertungen)

Das Restaurant «Zu den Zwei Raben», einst ein fester Bestandteil des gastronomischen Angebots im historischen Kloster Fahr, hat seine Türen dauerhaft geschlossen. Für viele war es mehr als nur ein Ort zum Essen gehen; es war ein beliebtes Ausflugsziel, das Besucher mit seiner einzigartigen Lage im Grünen, direkt an der Limmat, anzog. Die Geschichte dieses Betriebs ist eine von grossem Potenzial, von kulinarischen Höhepunkten, aber auch von spürbaren Widersprüchen, die letztlich zur Einstellung des Betriebs führten.

Ein Ort mit idyllischem Charme

Die grösste Stärke des «Zu den Zwei Raben» war unbestreitbar seine Umgebung. Als Teil des Benediktinerinnenklosters Fahr bot das Restaurant eine fast malerische Kulisse. Gäste konnten dem städtischen Trubel entfliehen und in einer Oase der Ruhe speisen. Besonders die grosszügige Terrasse und die Gartenwirtschaft waren an sonnigen Tagen ein Magnet für Ausflügler, Familien und Paare. Die Nähe zum Bauernhof mit eigenem Hofladen und der grosse Parkplatz machten den Besuch unkompliziert und zu einem umfassenden Erlebnis. Diese Verbindung von Natur, Spiritualität und Gastronomie verlieh dem Ort einen besonderen Charakter, den viele Stammgäste über Jahre hinweg zu schätzen wussten.

Kulinarische Lichtblicke und anerkannte Gastfreundschaft

Wenn das «Zu den Zwei Raben» sein volles Potenzial ausschöpfte, bot es seinen Gästen unvergessliche Momente. Zahlreiche positive Bewertungen zeugen von einer qualitativ hochstehenden Küche, die oft als gut bürgerlich mit einem modernen Einschlag beschrieben wurde. Gerichte wie die zarten Eglifilets oder ein saftiger Rindsburger blieben vielen Besuchern in bester Erinnerung. Ein Gast lobte explizit, dass das Essen "sehr fein" war und hob den schön gedeckten Tisch sowie den guten Service hervor. Eine andere Besucherin beschrieb die Küche als gut und das Servicepersonal als aufmerksam und freundlich. Diese Erfahrungen zeigen, dass das Team in der Lage war, ein hohes Niveau an Gastfreundschaft zu bieten, das der besonderen Atmosphäre des Ortes gerecht wurde. Serviert wurden unter anderem auch Weine aus dem klostereigenen Weinberg, was das regionale Konzept unterstrich.

Die Kehrseite: Mangelnde Konstanz und Kritikpunkte

Trotz der vielen positiven Aspekte war das Erlebnis im «Zu den Zwei Raben» nicht für alle Gäste gleichermassen erfreulich. Die wohl grösste Schwäche des Betriebs war eine bemerkbare Inkonsistenz in Qualität und Service. Während einige Besucher von freundlichem Personal schwärmten, berichteten andere von gegenteiligen Erfahrungen. Ein besonders kritischer Gast beschrieb einen Mitarbeiter als unfreundlich und bemängelte das Konzept der Selbstbedienung, das nicht zur ansonsten wunderschönen Location passe.

Ein weiterer, oft genannter Kritikpunkt war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Beispiel, das in einer Bewertung detailliert geschildert wurde, waren "winzige Portionen versalzener und lauwarmer Pommes" für 8 Schweizer Franken, für die Ketchup zusätzlich 80 Rappen kostete. Solche Erlebnisse trübten den Gesamteindruck erheblich und führten zu Frustration bei den Gästen, die angesichts der Preise eine entsprechende Qualität erwarteten. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit liess das Gefühl aufkommen, dass das vorhandene Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Das Ende einer Ära

Die im Google-Eintrag vermerkte permanente Schliessung ist das Resultat einer grösseren Entwicklung. Berichte in lokalen Medien bestätigen, dass die Betreibergesellschaft, die Fahr Erlebnis AG, ihren Betrieb Ende 2022 eingestellt hat. Als Gründe wurden wirtschaftliche Herausforderungen und eine strategische Neuausrichtung des Klosters genannt. Schon vor der endgültigen Schliessung gab es Anzeichen für Schwierigkeiten. Ein Gast merkte an, dass das Restaurant oft wegen Umbauarbeiten oder Ferien geschlossen war, was auf eine Phase der Instabilität hindeutet. Die Entscheidung, die Gastronomie in dieser Form nicht weiterzuführen, markiert das Ende eines wichtigen Kapitels für das Kloster Fahr. Informationen deuten darauf hin, dass das Restaurant nach einem umfassenden Umbau frühestens Ende 2025 wiedereröffnet werden könnte, jedoch wahrscheinlich unter neuer Führung und mit einem neuen Konzept.

Was bleibt vom «Zu den Zwei Raben»?

Das Restaurant «Zu den Zwei Raben» hinterlässt ein zwiespältiges Erbe. Es war ein Ort, der durch seine idyllische Lage begeisterte und das Potenzial für eine erstklassige Schweizer Küche in einem einzigartigen Ambiente besass. Viele Gäste erlebten hier wunderbare Stunden bei ausgezeichnetem Essen und zuvorkommendem Service. Gleichzeitig kämpfte der Betrieb mit Problemen bei der Konstanz, sowohl im Service als auch bei der Qualität der Speisen, was zu enttäuschten Besuchern und negativen Kritiken führte. Die Geschichte des «Zu den Zwei Raben» ist somit eine lehrreiche Erzählung darüber, dass eine aussergewöhnliche Location allein nicht ausreicht, um langfristig erfolgreich zu sein. Es bleibt die Erinnerung an ein Restaurant mit zwei Gesichtern – so wie die zwei Raben in seinem Namen.

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